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Uffizien-Direktor im Gespräch : „Gymnasiallehrer rümpfen die Nasen“

Eike Schmidt, Direktor der Uffizien Bild: Uffizien

Florenz braucht sein kunstinteressiertes Publikum, fürchtet aber die Überfüllung der Stadt. Ein Gespräch mit Eike Schmidt, dem Direktor der Uffizien, über visionäre Projekte, Ketchup auf Sandstein und seine Lieblinge im Museum.

          9 Min.

          Herr Schmidt, machen wir ein Gedankenexperiment. Ein kleiner Ort in der bayerischen Provinz, wo um 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden, jeder jeden kennt und es fast genauso viele Kühe gibt wie Einwohner – würde dort eine Ausstellung der Münchner Pinakothek funktionieren, die zudem nur ein einziges Bild zeigt?

          Karen Krüger
          Redakteurin im Feuilleton.

          Warum nicht? Es bedürfte natürlich eines geeigneten Raums mit entsprechender Klimatisierung und Sicherheitstechnik und eine gute Kommunikationsstrategie. Am besten müsste sich die Schau in etwas einpassen, in eine schon bestehende touristische Struktur vielleicht, damit nicht nur die Dorfbewohner sie besuchen. Gut wäre auch, wenn es irgendeinen lokalen Bezug zu dem Künstler gäbe.

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