https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/gemaelde-nach-spektakulaerem-diebstahl-in-ddr-zeit-zurueck-in-gotha-16591422.html

Kunstraub vor vierzig Jahren : Gemälde nach spektakulärem Diebstahl zurück in Gotha

  • Aktualisiert am

Bühne für die alten Meister: Die fünf Gemälde bei ihrer Präsentation in Gotha Bild: dpa

Die fünf vor vierzig Jahren aus Schloss Friedenstein entwendeten Gemälde sind zurück in Gotha – mit Schrammen und Rissen. Fürs erste sollen sie nur wenige Tage lang zu sehen sein.

          1 Min.

          Fast genau vierzig Jahre nach einem der größten Kunstdiebstähle der DDR sind fünf entwendete Gemälde zurück in Gotha. Es sei ein Glück, dass die Beute wieder dort sei, wo sie hingehöre, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) an diesem Montag in Gotha. „Nämlich an den Wänden in Gotha.“

          Am 14. Dezember 1979 wurden die fünf bedeutenden Bilder aus dem Gothaer Schloss Friedenstein gestohlen. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Die Gemälde galten lange als verschollen. Im Sommer 2018 wurden sie dann dem damaligen Stiftungsratsvorsitzenden und Oberbürgermeister Gothas, Knut Kreuch, angeboten. Durch langwierige, diskrete Verhandlungen konnten die Werke nun zurückgeführt werden. Zuvor waren sie erfolgreich im Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen in Berlin auf Echtheit untersucht worden.

          Die Bilder sind nun in einer Sonderpräsentation bis zum 26. Januar im Herzoglichen Museum in Gotha zu sehen. Danach sollen sie restauriert werden. Die Werke weisen teilweise Schrammen und Risse auf. Wie aufwendig und teuer die Arbeiten werden, sei noch nicht klar. Die Stiftung hofft, die restaurierten Werke in einer großen Ausstellung im kommenden Jahr dann wieder öffentlich präsentieren zu können.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Zerstörung vor Augen: Autowracks auf einem Parkplatz im Kiewer Vorort Irpin

          Ukrainische Verluste : „Der Krieg nimmt uns die Besten“

          Immer mehr Angehörige der städtischen Eliten der Ukraine lassen im Krieg ihr Leben. Auch Kämpfer der Territorialverteidigung werden nun an die verlustreiche Front im Donbass geschickt. Doch Russland nachgeben will fast niemand.
          Der Hauptsitz von Clariant in Pratteln, Schweiz.

          Clariant : „Wir haben Notfallpläne entwickelt“

          Der Schweizer Spezialchemiekonzern wappnet sich gegen Gasausfälle im Winter. Für den Fall einer Übernahme hat Vorstandschef Keijzer einen Verteidigungsplan.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.