Malerin Sarah Morris in Krefeld :
Stahl und Glas in Manhattan

Von Georg Imdahl
Lesezeit: 3 Min.
Kühle Gemälde aus glänzenden Lackfarben und ein ganzes Arsenal an Flashbacks: Das Kunstmuseum in Krefeld zeigt Bilder und Filme der amerikanischen Künstlerin Sarah Morris

Den Paul-Klee-Platz in der Düsseldorfer Altstadt schmückt seit 2010 ein riesiges Wandbild der New Yorker Künstlerin Sarah Morris: „Hornet (Origami)“. Handbemalte, hochglänzende Keramikfliesen in strahlendem Gelb und Orange, in Schwarz, Weiß und Himmelblau erstrecken sich auf fast dreißig Metern Breite, mehr als sechs Meter hoch. Im Sonnenlicht funkeln die gesplitterten, scharfen Formen regelrecht, figurieren sich zu immer wieder neuen Konstellationen und konkurrieren reizvoll mit dem Raster der Kacheln. Zugleich ruft diese Abstraktion vieles in Erinnerung, was seit Sonia Delaunay und Sophie Taeuber-Arp in den letzten hundert Jahren auf die Leinwand gebracht worden ist – ihren Impuls kann man im Vorbeigehen mitnehmen, aber auch stehenbleiben und sich in die Komposition des Faltmusters vertiefen.

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