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Verhüllter Arc de Triomphe : Christos letzter Triumph

  • -Aktualisiert am

Im Plisseekleid aus silbrig blauen Stoffbahnen: Das Sieges- und Schlachtdenkmal von Paris Bild: AFP

Vor sechzig Jahren hat Christo „The Wrapped Arc de Triomphe“ erdacht. Jetzt wird das monumentale Verhüllungswerk in Paris Wirklichkeit.

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          In der Retrospektive, die das Centre Pompidou im vergangenen Jahr als Hommage an Christo und seine Lebens- und Künstlerpartnerin Jeanne-Claude ausgerichtet hatte, war auch eine ungewöhnliche Fotomontage von siebzig auf 25 Zentimetern zu sehen. Sie stammt aus dem Jahr 1962 und zeigt perspektivisch eine breite Avenue bei Nacht, die im Schein der Straßenlaternen und gleißenden Großstadtlichter auf ein wie ein Postpaket verpacktes, etwas grob verschnürtes monolithisches Monument zuläuft.

          Es ist Christos erste Arbeit an der Idee, ein öffentliches Gebäude zu verhüllen. Der Arc de Tri­omphe schwebte ihm damals unweigerlich vor Augen. Denn als er 1958 aus seiner bulgarischen Heimat nach Paris kam, konnte er von seinem Dachzimmer im 17. Arrondissement den Triumphbogen sehen, der imposant inmitten der verkehrsrauschenden Place de l’Étoile, die später in Place Charles-de-Gaulle umbenannt wurde, thront, von der zwölf Avenuen sternförmig die Stadt erobern. Christo hatte für die Bildmontage eine seiner „Empaquetages“ fotografiert, die er damals, dem Nouveau Réalisme von Yves Klein, Arman oder Daniel Spoerri nahestehend, zahlreich anfertigte: ein rechteckiges mit Stoff und Kordel verschnürtes Objekt, etwa in der Form eines Buchs.

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