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Christo-Installation : „Walking on Water“ kommt ins Kino

  • Aktualisiert am

Die kleine Geste war nie seine Art: Christos „Floating Piers“ Bild: dpa

Mehr als eine Million Menschen haben Christos „Floating Piers“ in Italien besucht. Mit dem Dokumentarfilm „Walking on Water“ kehrt die Kunstinstallation zurück.

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          Bei der Deutschlandpremiere des Films „Christo - Walking on Water“ hat Christo von seinem dreißig Jahre lang erarbeiteten Projekt der „Floating Piers“ erzählt. Dass manche seiner gigantischen Installationen über lange Zeiträume weiterentwickelt würden, sei die „Geschichte meines Lebens“, sagte der 83 Jahre alte Künstler in Berlin.

          Der Film verfolgt die Entstehung der „Floating Piers“. 2015 verband Christo dafür zwei Inseln im italienischen Lago d'Iseo und das Festland mithilfe von schwimmenden, stoffüberzogenen Pontons. Die Idee für die Aktion entstand schon in den Siebzigerjahren gemeinsam mit seiner Frau Jeanne-Claude. Eigentlich hatte das Ehepaar geplant, die Stoffbrücke im Rio de la Plata zwischen Uruguay und Argentinien anzulegen. Immer wieder wurden mögliche Orte verworfen, oft beschwerten sich Umweltschützer, erst am Lago d'Iseo wurde man sich über den drei Kilometer langen Weg einig.

          Christo bei der Filmpremiere in Berlin
          Christo bei der Filmpremiere in Berlin : Bild: dpa

          Die Dokumentation des bulgarische Regisseurs Andrey Paounov blickt auf die Arbeit des Projektes und zeigt den Entstehungsprozess des riesigen Werks, das nur 16 Tage währte und den Künstler 15 Millionen Euro kostete. Der große Besucherandrang sorgte für logistische Probleme, weil das Material nicht standzuhalten drohte, immer wieder mussten die Stege wegen des Ansturms gesperrt werden.

          Christo, der selbst aus Bulgarien stammt, ist bekannt für seine spektakulären Kunstprojekte, die er mit seiner 2009 gestorbenen Frau umsetzte. Dazu zählen „The Gates“ im New Yorker Central Park – eine Reihe von orangenen Touren aus dem Jahr 2005 – und verschiedene Verhüllungsaktionen, zum Beispiel die der Pariser Brücke Pont Neuf im Jahr 1985 und des Berliner Reichstagsgebäudes zehn Jahre später („Wrapped Reichstag“). „All unsere Kunstwerke sind völlig nutzlos. Sie existieren nur, weil ich und Jeanne Claude sie sehen und realisieren wollten“, sagt Christo im Film.

          Zur Premiere am Dienstag kam Rita Süssmuth, die als damalige Bundestagspräsidentin das Reichstagsprojekt gegen den Widerstand des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl möglich gemacht hatte. Am 11. April kommt „Floating Piers“ ins Kino.

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