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Neue Serie „Spur der Steine“ : Die Gesellschaft in der Glaskugel

Bis 79 nach Christus war es ein andauernder Tanz am Rande des Vulkans: Der schneebedeckte Gipfel des Vesuv wird von den antiken Ruinen der archäologischen Ausgrabungsstätte von Pompeji gerahmt. Bild: dpa

Wandeln durch eine Stadt voller Bilder: Das verschüttete und wieder ausgegrabene Pompeji ist eine der meistbesuchten archäologischen Stätten der Welt. Was macht sie so besonders?

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          Was die Römer den eroberten Völkern eigentlich gebracht hätten, fragen die antirömischen Befreiungsaktivisten in Monty Pythons Film „Life of Brian“. Die Antwort verweist auf ausgesprochen moderne Phänomene: „Den Aquädukt!“, „Die sanitären Einrichtungen!“, „Die schönen Straßen!“, „Medizinische Versorgung!“, „Das Schulwesen!“, „Den Wein und öffentliche Bäder!“

          Stefan Trinks
          Redakteur im Feuilleton.

          Selbst eine Vorform des Fernsehers unterstellte das Mittelalter den Römern, so etwa der buchstäblich wundervolle Romführer „Mirabilia Urbis Romae“ oder des Nürnberger Oberbürgermeisters Nikolaus Muffels „Beschreibung der Stadt Rom“ von 1452: Das Kolosseum sei im Grunde nichts anderes als eine gigantische Linse gewesen, die aus noch so entlegenen Provinzen farbige Fernseh-Bilder in Echtzeit in das Zirkusrund einzuspiegeln vermochte und so drohende Aufstände wie die Krisenherde der allabendlichen Tagesschau bereits im Entstehen ankündigte.

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