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Aquarell versteigert : 130.000 Euro für einen Hitler

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In Nürnberg kam ein von Hitler gemaltes Aquarell für 130.000 Euro unter dem Hammer. Der Käufer kommt vermutlich aus dem Nahen Osten. Es war nicht die erste Versteigerung mit Bildern des Diktators.

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          Ein von Adolf Hitler gemaltes Aquarell ist in Nürnberg für 130.000 Euro versteigert worden. Ein anonymer Käufer habe das 28 mal 22 Zentimeter große Bild mit dem Titel „Standesamt München“ erworben, sagte Kathrin Weidler vom Auktionshaus Weidler. „Wir hatten viel erwartet, aber nicht diesen Betrag.“ Der hohe Preis hänge vermutlich mit der vorhandenen Originalrechnung von 1916 zusammen.

          Das Bild gehe vermutlich in den Nahen Osten, sagte Weidler. Insgesamt zwölf Interessenten hätten bei der Versteigerung mit geboten, zwei davon seien persönlich anwesend gewesen.

          Zwei etwa 70 Jahre alte Schwestern aus Hessen hatten das Werk in die Versteigerung gegeben. Der Großvater der Geschwister hatte das Bild im Jahr 1916 in einer Münchner Galerie gekauft. Die Originalrechnung war noch dabei sowie eine Notiz von Albert Bormann, dem Leiter von Hitlers Privatkanzlei, wonach das Bild wahrscheinlich echt sei.

          Versteigerungen von Hitler-Gemälden finden immer wieder statt. Es gibt dafür Sammler im In- und Ausland. Der Handel ist in Deutschland nur verboten, wenn NS-Symbole wie etwa Hakenkreuze darauf zu sehen sind.

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