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Kunst & Markt : Jugendstil im Wiener Dorotheum

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Pfister, Sich kämmendes Mädchen mit Pfau. Entwurf um 1913, Höhe 90,5 cm Bild: palais dorotheum

Star der Jugendstilauktion am 15. Mai war Josef Hoffmann. Seine Aufsatzschale für die Kölner Werkbundausstellung von 1914 verfünffachte die untere Schätzung.

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          Star der Jugendstilauktion am 15. Mai war Josef Hoffmann. Seine gläserne, schwarz-grünsilbrige Aufsatzschale für die Kölner Werkbundausstellung von 1914 verfünffachte die untere Schätzung von 4.500 Euro und kam auf 22.000 Euro.

          Gleichen Zuschlag erzielte sein schwarz gebeizter Tisch mit stilisiertem Blumendekor (Taxe 5.000 bis 7.000 Euro), die dazugehörige Vitrine kam auf 11.000 Euro (Taxe 5.000 bis 7.000 Euro). Damit nicht genug: Hoffmanns polygonale Silberschale um 1917/18 spielte 12.000 Euro ein (Taxe 6.000 bis 8.000 Euro), seine Anbieteschale um 1909 gleich darauf 8.000 Euro (Taxe 7.500 bis 9.500 Euro) und ein Vasenpaar mit Perlmuttauflagen 16.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 Euro).

          Eine Tischuhr von Josef Maria Olbrich

          Aber auch andere Entwerfer konnten die Bieter begeistern. Michael Powolnys Ziegenbock, den er um 1907/08 mit Trauben übersäte und mit einem goldenen Kopf ausstaffierte, ging - vielleicht eingedenk Jeff Koons - zur unteren Taxe von 22.000 Euro an einen Telefoninteressenten aus den USA.

          Ein Sammler aus Deutschland kaufte für 17.000 Euro eine Tischuhr mit Perlmuttintarsien von Josef Maria Olbrich (Taxe 15.000 bis 20.000 Euro). Hans Boleks Schmuckanhänger stieß über der Taxe von 7.000 bis 10.000 Euro bei 12.000 Euro auf Gegenliebe. Dagegen erreichte sein dreiteiliges Teeservice die untere Schätzung von 11.000 Euro nicht ganz. Die Bieter stoppten schon bei 10.000 Euro.

          Eine Tischlampe mit einem Frühlingswald von Daum

          Beim französischen Jugendstil war eine Tischlampe mit einem Frühlingswald von Daum der Favorit. Sie ging für 18.000 Euro nach Japan (Taxe 11.000 bis 15.000 Euro). Auf je 16.000 Euro kamen die farbenfrohe Vase mit Blumenzweigen von Burgun, Schverer & Co. (Taxe 9.000 bis 12.000 Euro) und die Pilz-Vase von Daum (Taxe 6.000 bis 8.000 Euro). Zwei Amerikaner erstritten sich diese Posten. Eines der Topstücke, die keine Beachtung fanden, war die gusseiserne Tischuhr nach einem Entwurf von Albin Müller aus dem Jahr 1904 bei geschätzten 12.000 bis 16.000 Euro. Trotzdem lag die Zuschlagsquote beim Jugendstil mit knapp 59 Prozent über dem Durchschnitt.

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