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Kulturrevolution in China : Orchideen gehen gut, Lotusblüten noch besser

  • -Aktualisiert am

Aus Vogelsicht könnte das neue Kulturzentrum SCAC in Fuzhou auch als zerbrochenes Geschirr durchgehen. Gebaut aber wurde es als Hommage an Schiffe. Bild: Getty

Aufrüstung nicht nur in der Architektur: Die neue Kulturrevolution Chinas setzt auf friedliche Mittel und internationalen Austausch.

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          Chinesische Städte wachsen ungebremst, das ist seit den neunziger Jahren Gemeinplatz. Dutzende von ihnen stellen Metropolen wie Berlin in den Schatten, und selbst auf Platz 100 des chinesischen Städte-Rankings findet sich eine Millionenstadt. Urbane Agglomerationen wie das Hongkong benachbarte Shenzhen oder das zentraler gelegene Chongqing scheinen ins Unermessliche zu wuchern. Zwanzig, dreißig Millionen Einwohner lassen sich längst nicht mehr wie herkömmliche städtische Gemeinwesen organisieren.

          Eine historisch gewachsene Stadtkultur gibt es nicht, und das Bewusstsein, Bürger einer bestimmten Stadt zu sein, ist unterentwickelt. Dazu fehlt es an der gesellschaftlichen Komponente des Stadtlebens. Diesem Defizit entgegenzuwirken, bemüht sich die Partei zusehends, gewissermaßen mit einer neuen Kulturrevolution von oben. In den chinesischen Millionenstädten entstehen neben großen Bahnhöfen, Sportstadien und Messebauten auch neue Kulturzentren, die in der Regel ein „Grand Theatre“ genanntes Opernhaus, ein Konzerthaus und eine Multifunktionshalle oder ein Theater von einer Hand entworfen zusammenfassen. Hier und da kommen ein Museum, ein Kinozentrum oder ein Hotel hinzu.

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