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Köln : Unesco zufrieden: Keine Hochhäuser vorm Dom

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Die freie Sicht auf den Dom bleibt Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Ein langer Streit scheint beendet: Die Stadt Köln hat ihre umstrittenen Hochhauspläne gekippt. Die Unesco hatte damit gedroht, dem Dom seinen Status als Weltkulturerbe zu entziehen.

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          Der Kölner Stadtrat hat umstrittene Hochhauspläne gekippt und will damit den Weltkulturerbe-Status des Kölner Doms erhalten. „Wir haben klar zum Ausdruck gebracht, daß die Hochhaus-Bebauung nicht erfolgt und eine Pufferzone eingerichtet wird“, sagte Karl-Jürgen Klipper (CDU) vom Stadtentwicklungsausschuß am Freitag. „Ich gehe davon aus, daß damit das Konfliktpotential mit der Unesco ausgeräumt ist.“

          Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen hatte den Dom auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt, weil die Hochhäuser ihrer Meinung nach das Erscheinungsbild der Kathedrale beeinträchtigt hätten. Die deutsche Unesco-Kommission zeigte sich erfreut darüber, daß Köln mit dem Stadtratsbeschluß die Hochhauspläne nun auf offiziell begräbt. „Wir sehen das als weiteren Schritt in die richtige Richtung an“, sagte Dieter Offenhäußer von der deutschen Unesco-Kommission. Über die Details zum Beispiel welche Areale genau in die Pufferzone einbezogen werden sollen - müsse jetzt sorgfältig verhandelt werden.

          Köln muß der Unesco im Februar einen Bericht vorlegen. Der Stadtrat faßte seinen Beschluß am Donnerstag abend. Experten und Bürger sollen nun eine umfangreiche Rahmenplanung erarbeiten, die die Unesco-Wünsche berücksichtigt. Hinzu kommt eine rund 200 Hektar große Schutzzone in der historischen Kölner Innenstadt, in der Hochhäuser nur nach Abstimmung mit der Unesco errichtet würden. Der Beschluß im Stadtrat war unter anderem gegen die Stimmen der FDP durchgesetzt worden. Die Liberalen mahnten, die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt dürfe nicht zu sehr eingeengt werden.

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