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Klagenfurter Wettlesen : Jens Petersen gewinnt Bachmann-Preis

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Der deutsche Autor Jens Petersen erhält den Bachmann-Preis 2009. Er hat aus einem noch unveröffentlichten Roman in Klagenfurt gelesen, in dem es um Euthanasie und versuchten Selbstmord im Rahmen einer Liebesbeziehung geht.

          Der deutsche Autor Jens Petersen hat den 33. Ingeborg Bachmann-Preis 2009 gewonnen. Petersen erhielt die Auszeichnung an diesem Sonntag in Klagenfurt für einen Auszug aus seinem bisher unveröffentlichten Roman „Bis dass der Tod...“, in dem er sich mit Euthanasie und einem versuchten Selbstmord im Rahmen einer Liebesbeziehung befasst.

          In Petersens Text erschießt ein Mann seine seit vielen Jahren pflegebedürftige Partnerin, schafft es dann aber - zumindest in dem vorgetragenen Auszug - nicht, sich danach selbst das Leben zu nehmen.

          Sein unter den Juroren kaum umstrittener, als „beklemmend“ charakterisierter Beitrag war vom deutschen Vorsitzenden der Jury, Burkhard Spinnen, für den Wettbewerb vorgeschlagen worden. Einer der sieben Juroren, von denen vier erstmals in Klagenfurt teilnahmen, bezeichnete Petersens detaillierte, und schmerzhafte Beschreibungen der Verzweiflungstat als „post-apokalyptische Landschaften“.

          Der 33-jährige Petersen wurde in Pinneberg geboren und lebt heute in der Schweiz. Sein Roman „Die Haushälterin“ aus dem Jahr 2005 (siehe auch: Rezension: Jens Petersens Romandebüt „Die Haushälterin“) wurde mehrfach ausgezeichnet.

          Alle fünf im Rahmen des Wettbewerbs vergebenen Preise gingen in diesem Jahr an Autoren aus Deutschland. Den Publikumspreis, der alljährlich durch eine Internetabstimmung vergeben wird, bekam in diesem Jahr der Autor Karsten Krampitz (Berlin) für seine Erzählung „Heimgehen“. Ralf Bönt (Berlin) wurde mit dem mit 10.000 Euro dotierten Kelag-Preis für seinen Text „Der Fotoeffekt“ ausgezeichnet, der 3sat-Preis, der mit 7.500 Euro dotiert ist, ging an den in Schwerin geborenen und in Berlin lebenden Gregor Sander für seine Erzählung „Winterfisch“, und die Berlinerin Katharina Born wurde für ihre Erzählung „Fifty Fifty“ mit dem mit 7.000 Euro dotierten Ernst- Willner Preis prämiert. Der Hauptpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

          Der Bachmann-Preis gilt seit seiner Gründung 1977 als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er ist nach der in Klagenfurt geborenen Dichterin Ingeborg Bachmann (1923-1973) benannt. Zu dem Wettbewerb waren insgesamt acht Deutsche, vier Österreicher und zwei Schweizer eingeladen.

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