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Dan Aykroyd wird 70 : In seiner Bar rief er die „Blues Brothers“ ins Leben

Improvisationstalent: Komiker und Schauspieler Dan Aykroyd Bild: picture alliance / AP Photo

Er war und ist mehr als die eine Hälfte der Blues Brothers und ein Viertel der Ghostbusters: Zum Siebzigsten des Filmstars Dan Aykroyd.

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          Wenn je über den Zusammenhang zwischen Ideen, die nachts in Bars aufkommen, und deren Auswirkungen auf die Kunst eine Abhandlung geschrieben würde, müsste Dan Aykroyd darin mit einem eigenen Kapitel bedacht werden. Der Legende nach war es sogar seine eigene Bar in Manhattan, in der er John Belushi erst vom Hard Rock zum Blues bekehrte und ihm dann die Idee zu einem Sketch für „Saturday Night Live“ unterbreitete.

          Maria Wiesner
          Redakteurin im Ressort „Gesellschaft & Stil“.

          Beide arbeiteten damals in New York für diese legendäre, meist als „SNL“ abgekürzte Satireshow. Aykroyd war für sein Imitationstalent bekannt. Für die Rolle, die er in der Bar skizzierte, wollte er seine Mittel jedoch auf ein Minimum reduzieren: Die flinken Augen verschwanden hinter einer großen Sonnenbrille, dazu trug er einen schwarzen Anzug, Hut und schmale Krawatte – fertig war die Figur des Elwood Blues, der gemeinsam mit seinem Bruder Jake (gespielt von Belushi) im Auftrag Gottes unterwegs ist, um Blues zu spielen.

          Belushi war begeistert, SNL-Produzent Lorne Michaels auch, beim ersten Auftritt in der Liveshow tobte das Publikum. Kurz darauf machte Aykroyd daraus, unterstützt vom Regisseur John Landis, den Film „Blues Brothers“, der 1980 in die Kinos kam und eine Kultgemeinde fand.

          Schwarze Anzüge mit dunklen Sonnenbrillen: Dan Aykroyd (links) und John Belushi als „Blues Brothers“
          Schwarze Anzüge mit dunklen Sonnenbrillen: Dan Aykroyd (links) und John Belushi als „Blues Brothers“ : Bild: dpa

          Mit dem Lob „Kult“ versah das Publikum wenig später noch einen weiteren Film, der auf Aykroyds Einfallsreichtum beruht: Für „Ghostbusters“ (1984) hatte er gemeinsam mit Harold Ramis das Drehbuch geschrieben. Sich selbst gab er einen Nebenpart im Geisterjägerquartett, überließ die Hauptbühne Bill Murray und konzentrierte sich darauf, sein Talent zu nutzen, um die Animationen grün wabernder Glibbergeister durch staunende Blicke fürs Publikum real werden zu lassen.

          Dabei hat er früh gelernt, sich nicht allein auf Talent zu verlassen. Eine katholische Schule hat ihn rausgeworfen, das Studium hat er abgebrochen, dann aber Güterzüge entladen oder Posttransporter in seiner kanadischen Heimat gelenkt. Schließlich eröffnete er Bars, auch als er bereits an der Seite von Hollywoods A-Liga spielte, etwa mit Tom Hanks in der Polizistenkomödie „Dragnet“ (1987) oder mit Morgan Freeman in „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ (1989, für den er eine Oscarnominierung erhielt). Die Bars hat er noch, und manchmal setzt er für Benefizkonzerte die schwarze Sonnenbrille auf. Heute wird er siebzig Jahre alt.

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