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Zensur von Hollywood-Filmen : Peking bestimmt, was gezeigt wird

Mitarbeiter in einem Kino in Peking Mitte September vor Filmplakaten zu den westlichen Blockbustern „Tenet“ und „Mulan“ Bild: AP

Bald wird China der größte Kinomarkt der Welt sein: Schon jetzt werden Hollywood-Filme von chinesischen Behörden zensiert.

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          Wer in den letzten Jahren eine Kinokarte für einen sogenannten Blockbuster kaufte, einen sehr teuren amerikanischen Film also, der sehr viel Geld auch wieder einspielen musste, der durfte sich gefasst machen auf die allerunwahrscheinlichsten Geschichten und Gestalten: auf Superschurken mit außerirdischen Wurzeln, auf Flaschengeister mit dem Humor von Will Smith. Auf Dialogsätze wie diesen hier: „Das Universum ist in Gefahr!“

          Claudius Seidl

          Redakteur im Feuilleton.

          Womit er nicht rechnen musste, war, dass ein Flaschengeist von der Leinwand in den Kinosaal springen könnte. Dass er von zu viel Popcorn selbst zum Superschurken würde. Und erst recht nicht damit, dass dieser ganze durchgeknallte Hollywood-Kommerz vor der Kinopremiere den Zensurbehörden der Kommunistischen Partei Chinas vorgelegt und von diesen freigegeben worden wäre.

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