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Wettbewerbsfilme von Cannes : Diane Kruger will Rache

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Diane Kruger will in „Aus dem Nichts“ den Tod ihrer Familie rächen. Bild: Picture-Alliance

Diane Kruger steht für Fatih Akin und Isabelle Huppert für Michael Haneke vor der Kamera. Auch Netflix könnte eine Goldene Palme gewinnen: Die Filme im Wettbewerb von Cannes.

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          Auch in diesem Jahr erhält ein deutscher Film die Chance auf die goldene Palme: Der Spielfilm „Aus dem Nichts“ des Hamburger Regisseurs Fatih Akins feiert seine Weltpremiere im Wettbewerb des siebzigsten Filmfestivals von Cannes. Im letzten Jahr war das Drama „Toni Erdmann“ der Regisseurin Maren Ade zum deutschen Hoffnungsträger avanciert. Abgesehen vom Kritikerpreis der internationalen Filmpresse ging der Film im Wettbewerb aber leer aus. Akins Thriller, für den Diane Kruger zum ersten Mal in ihrer Karriere in deutscher Sprache drehte, könnte im Mai eine bessere Plazierung erlangen.

          „Aus dem Nichts“ tritt im Wettbewerb gegen siebzehn andere nominierte Filme an. Der Österreicher Michael Haneke, der bereits 2009 mit der Produktion „Das weiße Band“ den begehrten Preis gewinnen konnte, greift in seinem diesjährigen Beitrag „Happy End“ die aktuelle Flüchtlingskrise in Europa auf. Die Hauptrollen übernehmen Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant, die bereits für Hanekes letzten Film „Liebe“ gemeinsam vor der Kamera standen.

          Ahn Seo-hyeon spielt in dem von Netflix produzierten Actionfilm „Okja“ das Mädchen Mija.

          Auch die Oscar-gekrönte Regisseurin Sofia Coppola wird mit ihrer Adaption des Romans „The Beguiled“ von Thomas Cullinan an der Côte d'Azur erwartet. Ebenfalls auf die Gunst der Jury und ihres Präsidenten Pedro Almodóvar hoffen können der amerikanische Filmemacher Todd Haynes mit „Wonderstruck" sowie seine französischen Kollegen François Ozon mit „L'Amant Double" und Michel Hazanavicius mit „Le Redoutable" über Regielegende Jean-Luc Godard. Hazanavicius wurde 2012 für seine Stummfilm-Hommage „The Artist“ mit dem Oscar in der Kategorie bester Film ausgezeichnet.

          Unter dem Wettbewerbsprogramm befinden sich auch zwei Netflix-Produktionen. „The Meyerowitz Stories (New and Selected)” und “Okja” werden noch in diesem Jahr auf der Streamingplattform verfügbar sein. Mit letzterem kehrt Regisseur Bong Joon Ho bereits zum fünften Mal nach Cannes zurück. In dem Film über das Mädchen Mija sind der Oscar-nominierte Jake Gyllenhaal, Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton und  Lily Collins in den Hauptrollen zu sehen.

          Hochkarätig besetzt: Für „Okja“ ließ sich Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton gewinnen.

          Über den roten Teppich zum Filmpalast von Cannes werden in diesem Jahr unter anderem Joaquin Phoenix, Colin Farrell, Julianne Moore, Kirsten Dunst, Nicole Kidman, Marion Cotillard und Robert Pattinson schreiten. Durch die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien wird die italienische Schauspielerin Monica Bellucci führen.

          Die Filmfestspiele werden dieses Jahr nur zehn Tage nach der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich beginnen. Man könne die Politik nicht ignorieren, dennoch solle es zu einer „Atempause“ kommen, in der „nur über das Kino gesprochen“ wird, so der  Festival-Präsident Pierre Lescure an diesem Donnerstag in Paris.

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