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Filmfestival : Wenders-Film im Wettbewerb von Cannes

  • Aktualisiert am

Bild: afp

Im Programm der Filmfestspiele von Cannes, das in drei Wochen beginnt, ist Wim Wenders mit seinem neuen Film „The Palermo Shooting“ vertreten. Ebenfalls im Wettbewerb treten Clint Eastwood und Steven Soderbergh an. Außer Konkurrenz läuft „Indiana Jones 4“.

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          Deutsche Filme sind auch in diesem Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes gut vertreten. Wim Wenders geht mit „The Palermo Shooting“ in das Rennen um die Goldene Palme, teilte der Generaldirektor Thierry Frémaux am Mittwoch in Paris mit. Wenders drehte mit diesem Film erstmals in seiner Heimatstadt Düsseldorf und seit 15 Jahren wieder in Deutschland. „The Palermo Shooting“ handelt vom hektischen Leben eines erfolgreichen Fotografen. Wenders hatte 1984 mit dem Roadmovie „Paris, Texas“ den Hauptpreis der weltgrößten Filmfestspiele gewonnen.

          In der Reihe „Un certain regard“ läuft „Wolke 9“ von Andreas Dresen, der zu den erfolgreichsten deutschen Regisseuren der jüngsten Zeit zählt. Und in der offiziellen Kurzfilmauswahl „Cinéfondation“ wird „Gestern in Eden“ von Jan Speckenbach gezeigt. Das 61. Festival dauert vom 14. bis 25. Mai. Neben Clint Eastwood mit „Changeling“, in dem John Malkovich neben Angelina Jolie die Hauptrolle spielt, sind gleich mehrere große Filmemacher und Cannes-Preisträger im Wettbewerb: Der Amerikaner Steven Soderbergh („Sex, Lügen und Videos“) ist dieses Jahr mit dem zweiteiligen und insgesamt vier Stunden dauernden Film „Che“ dabei, der das Leben des kubanischen Rebellen Che Guevara erzählt.

          4025 Filme eingereicht

          Bereits zwei Goldene Palmen haben die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne („Rosetta“, „Der Sohn“) gewonnen, die mit „Le silence de Lorna“ wieder mit im Rennen sind. Nachdem im vergangenen Jahr kein italienischer Film ausgewählt wurde, konkurrieren in diesem Jahr gleich zwei Regisseure aus Italien um die Goldene Palme: der Nachwuchsregisseur Matteo Garrone mit „Gomorra“, einem Film über die Macht der Mafia, und Paolo Sorrentino mit „Il Divo“. Aus Frankreich sind diesmal nur zwei Filmen dabei: Arnaud Desplechin zeigt „Un conte de Noël“, eine Familiengeschichte mit Catherine Deneuve, und Philippe Garrel präsentiert „La Frontière de l'aube“.

          Die asiatischen Filme sind ebenfalls weniger zahlreich vertreten. Der Filmemacher Eric Khoo aus Singapur zeigt „My Magic“ und Jia Zhang-Ke, der aufsteigende Stern am chinesischen Filmhimmel „24 City“. Seit 25 Jahren steht mit Brillante Mendoza „Serbis“ auch erstmals wieder ein philippinischer Filmemacher auf der Liste.

          Insgesamt wurden 4025 Filme eingereicht, darunter 1792 Langfilme, 177 mehr als im vergangenen Jahr. „Wir waren dieses Jahr mit unserer Auswahl strenger und haben sie etwas eingeschränkt“, erklärte Frémaux. In der Jury unter der Leitung des amerikanischen Schauspielers und Regisseurs Sean Penn sitzen unter anderen die deutsche Schauspielerin Alexandra Maria Lara, der mexikanische Regisseur Alfonso Cuaron und der italienische Schauspieler und Filmemacher Sergio Castellitto. Der Eröffnungsfilm ist noch nicht bekannt. Außer Konkurrenz werden „Vicky Christina Barcelona“ von Woody Allen zu sehen sein, ebenso „Maradona“ von Emir Kusturica sowie „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ von Steven Spielberg, die vierte Episode der Indiana-Jones-Saga.

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