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Keine Goldene Palme : Filmfestival Cannes empfiehlt 56 Filme

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Das Filmfestival Cannes verzichtet wegen der Corona-Krise nicht ganz auf seine 73. Ausgabe und vergibt statt Trophäen Gütesiegel. Bild: dpa

Das Filmfestival Cannes verzichtet wegen der Corona-Krise nicht ganz auf seine 73. Ausgabe. Statt Trophäen vergibt es ein Gütesiegel. Ein solches bekommt auch ein Film eines deutschen Regisseurs.

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          Die Festspiele von Cannes zählen zu den wichtigsten Ereignissen der Filmbranche. Doch die ursprünglich für Mai angesetzte Vergabe der „Palme d’or“ fällt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie aus. Die Veranstalter, die zunächst planten, das Festival zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr auszurichten, haben ihre Arbeit dennoch nicht ruhen lassen und ein Programm mit 56 Filmen aufgestellt. Statt goldenen Palmen vergeben die Organisatoren das Gütesiegel „Cannes 2020“.

          Unter ihnen ist das Drama „Enfant Terrible“ des deutschen Regisseurs Oskar Roehler. Der Film erzählt episodenhaft aus dem Leben des 1982 verstorbenen deutschen Filmemachers Rainer Werner Fassbinder mit Oliver Masucci in der Hauptrolle. Der Film soll in Deutschland im Oktober 2020 in die Kinos kommen.

          Mit der Auswahl von insgesamt mehr als 50 Filmen, die der künstlerische Leiter Thierry Frémaux auf Dailymotion und Youtube am Mittwoch vorstellte, will das Festival die Werke fördern. Mit der Liste wolle man bekannt geben, welche Filme das Festival gesehen und gemocht hat, um so deren Veröffentlichung in Kinos und bei Festivals zu erleichtern, erklärte Frémaux im Vorfeld. 

          In die offizielle Auswahl sind neben vielen neuen Namen wieder Regisseure gekommen, die zu den Stammgästen in Cannes gehören, darunter Wes Anderson mit „The French Dispatch“. Der Film soll von einer fiktiven Stadt in Frankreich handeln. In den Hauptrollen sind unter anderem Bill Murray, Tilda Swinton und Timothée Chalamet zu sehen. Von den französischen Regisseuren ist François Ozon mit „Ete 1985“ vertreten, der von der Liebe zweier homosexueller Jugendlicher erzählt.

          Der britische Regisseur und Künstler Steve McQueen, der für „12 Years a Slave“ 2014 den Oscar für den besten Film erhielt, ist gleich mit zwei Produktionen präsent. „Lovers Rock“ handelt von der dunkelhäutigen Londoner Gemeinde und spielt in den Siebziger Jahren, „Mangrove“ thematisiert Polizeigewalt gegenüber der schwarzen Bevölkerung. Mit einem Drama über die Krise mit Fünfzig hat es der Däne Thomas Vinterberg in die Auswahl geschafft. In dem Film „Druk“ spielt Mads Mikkelsen die Hauptrolle.

          Insgesamt seien 2067 Spielfilme eingereicht worden, sagte Thierry Frémaux. Das sei ein Rekord. Die Empfehlungsliste sei daher das Mindeste, was das Festival habe tun können. 

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