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Blockbuster im Stream : Auftakt zu einer neuen Verwertungsstrategie

Superman ist nichts dagegen: Gal Gadot kämpft als Wonder Woman für eine bessere Welt – und schlägt dieses Mal ihre Gegner 1984 in die Flucht. Bild: AP

Am Weihnachtstag brachte Warner den als Blockbuster geplanten Superheldinnen-Film „Wonder Woman 1984“ per Stream in die amerikanischen Wohnzimmer. Was bedeutet das für das Kino, die Filme, die Künstler, die Kritik?

          5 Min.

          Die Revolution fand an den Weihnachtsfeiertagen statt. Angekündigt mit knapp drei Wochen Vorlauf, immerhin. Die Revolutionäre kamen aus den eigenen Reihen. Jedenfalls dem Namen nach. Warner Brothers, eines der ältesten Studios Hollywoods, dessen Geschichte ins Jahr 1923 zurückreicht, brachte am Weihnachtstag (der in den Vereinigten Staaten ein traditionell mit den aussichtsreichsten Filmen besetzter Starttermin ist) mit „Wonder Woman 1984“ einen der am sehnlichsten erwarteten Kinoblockbuster des Jahres 2020 – als Stream ins amerikanische Fernsehen.

          Verena Lueken

          Freie Autorin im Feuilleton.

          Dass er gleichzeitig auch in ein paar Kinos anlief, sofern sie überhaupt noch geöffnet hatten, fällt kaum ins Gewicht. Dass er wenige Tage zuvor in einigen internationalen Märkten, in England etwa und in China, mit weniger als mäßigem Erfolg auf die große Leinwand kam, auch nicht. Die Zeitspanne, die zum Schutz des Kinos und für den Profit der Studios je nach Land einige Wochen oder auch Monate und Jahre (in Frankreich etwa) die Auswertung eines Films exklusiv auf die Kinos beschränkte, bevor andere Vertriebsarten wie einst Fernsehen, dann DVD/Bluray und jetzt vor allem das Streaming zum Zug kamen, ist auf null geschrumpft.

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