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FAZ Plus Artikel Chinesischer Berlinale-Film : Ein Rebell hätte ganz andere Gefühle

  • -Aktualisiert am

Wang Yuan, 18 Jahre, ist Dauergast in Reality Shows und gilt als „Fresh Meat“. Bild: Reuters

Der chinesische Berlinale-Beitrag „So Long, My Son“ bekam gleich zwei Preise – zurecht. Aber wie gelangte der regierungstreue Superstar Wang Yuan in das Drama?

          Dass der chinesische Berlinale-Beitrag „So Long, My Son“ gleich zwei Preise für die Schauspieler Yong Mei und Wang Jingchun erhielt, ist völlig berechtigt. Dabei entging den westlichen Beobachtern jedoch die eigentliche Berühmtheit auf der Leinwand: der achtzehnjährige Wang Yuan, alias Roy Wang, der eine Nebenrolle spielte. Einige Zuschauer wunderten sich vor der Berliner Uraufführung des Films, dass da dieses „Kind“ in einer goldverzierten Neujahrsjacke auf dem roten Teppich herumlief; dass es von jungen asiatischen Frauen umzingelt wurde, die laut kreischend um Autogramme und Selfies bettelten; dass es beim Gruppenfoto ganz in der Mitte stand und von Dieter Kosslick umarmt wurde. Allerdings stammte die Neujahrsjacke aus der neuesten Versace-Haute-Couture-Kollektion, und „das Kind“ hat laut einem Bericht des chinesischen Parteiblatts „Volkszeitung“ 2018 einen „Business-Wert“ von mehr als einhundert Millionen Yuan.

          Wang Yuan ist Mitglied der Jungsband „TFBOYS“ und hat allein auf dem chinesischen Mikroblog-Dienst Weibo mehr als siebzig Millionen Follower. Er ist also eine Goldgrube für die internationalen Marken, die von Chinas „Celebrity Economy“ profitieren wollen. Eine Online-Werbung für Kentucky Fried Chicken mit ihm im Januar wurde in kurzer Zeit 9,7 Millionen Mal angeschaut. Darüber hinaus ist er Dauergast in Reality-Shows, strahlt „volle positive Energie“ in staatlichen Fernseh-Propaganda-Programmen aus und hält sogar Reden vor den Vereinten Nationen. Selbst Chinas offizielle Medien bezeichnen ihn als Vertreter des „Fresh Meat“: Das ist der Fachausdruck für männliche, aber zarte, fröhliche „Sonnyboys“ mit chinesischen Eigenschaften.

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