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Trotz Corona und Streaming : Warum ich den Glauben ans Kino nicht verloren habe

  • -Aktualisiert am

Im Kino gewesen, gefeiert: Volker Schlöndorff bei der Verleihung des Goldenen Ehrenbären der Berlinale im Februar 2016 an den Kameramann Michael Ballhaus Bild: Picture-Alliance

Schon vor der Corona-Krise mit ihren verheerenden Folgen, vor der Digitalisierung und dem Triumph der Streaming-Dienste wurde das Kino mehrmals totgesagt. Es hat sich immer wieder neu erfunden. Und nun? Ein Gastbeitrag.

          5 Min.

          Eigentlich sollte ich etwas schreiben über das, was die Welt bewegt oder zurzeit nicht genug bewegt: den Klimawandel. Das ist seit zwei Jahren mein Thema, genauer: die Bäume, die so wichtig sind für uns alle. Nur sie können die Erderwärmung bremsen, die sonst eine Milliarde Menschen, die heute noch als Kleinbauern leben, aus ihren Dörfern in die Städte vertreiben wird, wenn nicht, und das ist die große Hoffnung, Vernunft einkehrt und der Ackerbau verändert wird, beim Kleinbauern wie beim Agrarkonzern. Bäume können die von Verkarstung bedrohten Böden stabilisieren, Landwirtschaft in ihrem Schatten kann die Böden restaurieren und die Bauern ernähren, ihre Blätter Kohlenstoffdioxid absorbieren, ihr Holz Baustoff liefern, der weniger schädlich ist als die verheerende Zementherstellung.

          Das Problem war bisher, dass fast alle in trockenen Gebieten gepflanzten Bäume nach ein, zwei Jahren eingehen. Mangels Wasser können sie keine Wurzeln bilden. Nun hat der australische Agronom Tony Rinaudo endeckt, wie ganze Wälder wieder wachsen können, indem man auf unter der Erde noch intakten Wurzeln aus früheren Zeiten zurückgreift. Dafür hat er 2018 den Alternativen Nobelpreis und den Beinamen the forest maker erhalten. Bei dieser Gelegenheit habe ich ihn kennengelernt. Ich war begeistert von seiner Methode. Und da ich nicht verstehe, warum sie nicht längst auf der ganzen Welt praktiziert wird, beschloss ich, einen Film über ihn zu machen.

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