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Video-Filmkritik : Geschlechtsverwirrung: „XXY“

  • Aktualisiert am

Bild: Koolfilm

Ein Kind, fünfzehn Jahre alt und wegen einer Stoffwechselerkrankung gleichzeitig Mann und Frau, sucht seine soziale Rolle und seine geschlechtliche Identität. „XXY“ ist der leise, mutige und bedrückende Debüt-Film der argentinischen Regisseurin Lucía Puenzo.

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          So möchte man wohnen, mindestens Urlaub machen, in diesem Holzhaus in der Einsamkeit Uruguays, das Bett direkt am Fenster, aufwachen mit Blick auf das Meer - wunderschön. Hingezogen ist die Familie allerdings nicht der Schönheit, sondern der Abgeschiedenheit wegen. Um ihrem fünfzehnjährigen Kind, das gleichzeitig Frau und Mann ist, ein ruhiges und geschütztes Aufwachsen zu schenken, fernab von all den gutgemeinten Ratschlägen.

          Die argentinische Regisseurin Lucía Puenzo geht in ihrem Erstlingsfilm „XXY“ behutsam vor. Sucht nicht nach dem schnellen Effekt, nähert sich vielmehr bedacht der inneren Unruhe und der erwachenden Sexualität von Alex, großartig gespielt übrigens von Inés Efron. Ein leiser Film. Nicht leicht, nicht komisch, aber klug in Bild und Wort.

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