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Filmkritik : Psychothriller mit Gewissensbissen: „Hotel“

Film-Kritik: Franziska Weisz in "Hotel" Bild: Essential Filmproduktion GmbH

Eine junge Frau arbeitet an der Rezeption im „Waldhaus“, fern der Stadt. Seltsame Dinge geschehen. „Hotel“ ist eine brillant fotografierte Stilübung, die kein ganz normaler Psychothriller sein will.

          Wer sich in ein Genre begibt, der sollte sich dafür nicht entschuldigen müssen, und wer dann doch sein schlechtes Gewissen nicht los wird, der endet so wie die Österreicherin Jessica Hausner: in der brillant fotografierten Stilübung, die sich geniert, ein ganz normaler Psychothriller zu sein.

          Peter Körte

          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Eine junge Frau (Franziska Weisz) arbeitet an der Rezeption im „Waldhaus“, fern der Stadt. Seltsame Dinge geschehen, und sie erfährt, daß ihre Vorgängerin spurlos verschwunden ist. Die Gänge in „Hotel“ erinnern an Kubricks „Shining“, der Swimmingpool an Tourneurs „Cat People“, alles erinnert vage an irgend etwas, nur was er selber will, daran kann der Film sich vor lauter akademischem Dekonstruktionseifer nicht erinnern.

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