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Filmfestspiele in Venedig : Zwei Drittel Neulinge im Wettbewerb um den Goldenen Löwen

  • Aktualisiert am

Kommt als Jurorin nach Venedig: Diane Kruger Bild: dpa

Wenn Anfang September die Filmfestspiele in Venedig eröffnet werden, kämpfen so viele Regisseure erstmals um den Goldenen Löwen wie nie zuvor. wer großzügig zählt, findet im Programm drei Werke mit deutscher Beteiligung.

          2 Min.

          Die deutsch-kanadische Co-Produktion „Remember“ geht beim Filmfestival von Venedig ins Rennen um den Goldenen Löwen. Der Thriller des kanadisch-armenischen Regisseurs Atom Egoyan mit den deutschen Schauspielern Jürgen Prochnow und Heinz Lieven sowie dem Schweizer Bruno Ganz ist einer von 21 Filmen im Wettbewerb, wie aus dem an diesem Mittwoch in Rom präsentierten Programm hervorgeht. Auch Hollywood-Stars wie Johnny Depp oder Jake Gyllenhaal sollen Anfang September beim 72. Filmfestival in der Lagunenstadt vertreten sein.

          Der zweite Beitrag im Wettbewerb mit deutscher Beteiligung ist die Dokumentation „Francofonia“ von Aleksandr Sokurov. Die Co-Produktion Deutschlands, Frankreichs und der Niederlande zeigt das Museum Louvre in Paris unter Besetzung der Nazis. Außer Konkurrenz laufen unter anderem „Black Mass“ von Scott Cooper mit Johnny Depp und Benedict Cumberbatch sowie Martin Scorseses Kurzfilm „The Audition“ mit Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Robert De Niro.

          Jury mit deutscher Beteiligung

          Die 72. Filmfestspiele beginnen am 2. September und enden am 12. September. Insgesamt sind 55 Filme in Venedig zu sehen, darunter drei mit deutscher Beteiligung. Neben „Remember“ und „Francofonia“ ist der deutsch-französische Kurzfilm „New Eyes“ von Hiwot Admasu Getaneh in der Kategorie Horizonte dabei. Eröffnet wird das Festival von dem Bergsteiger-Drama „Everest“ des Isländers Baltasar Kormákur.

          Die Wettbewerbsfilme bieten in diesem Jahr eine interessante Mischung. Nach Veranstalter-Angaben sind 16 Regisseure dabei, die erstmals im Rennen um den Goldenen Löwen vertreten sind. Der Direktor des Festivals Alberto Barbera sagte: „Ich würde nicht sagen, dass 2015 ein besonders reiches Jahr ist. Aber es sind interessante Sachen dabei.“

          Neben den deutschen Co-Produktionen sind der Science-Fiction-Film „Equals“ von Drake Doremus mit dem amerikanischen Star Kristen Stewart, das italienisch-französische Drama „A Bigger Splash“ von Luca Guadagnino und Cary Fukunagas Film „Beasts of No Nation“, ein Film über das Leben von Kindersoldaten, unter den 21 Beiträgen, die um den Goldenen Löwen konkurrieren. Eine internationale Jury, der auch Schauspielerin Diane Kruger angehört, entscheidet über die Preisträger.

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          Spannende Einblicke dürfte auch der Dokumentarfilm „L’esercito piú piccolo del mondo“ (Das kleinste Heer der Welt) des italienischen Regisseurs Gianfranco Pannone geben. Die Co-Produktion Italiens, der Schweiz und des Vatikans zeigt den Alltag der Schweizer Garde, der Armee des Papstes. Der ukrainische Film „Winter on Fire“ des Regisseurs Evgeny Afineevsky verspricht zudem noch unveröffentlichte Bilder von den Protesten auf dem Maidan-Platz in Kiew.

          Die Filme im Wettbewerb um den Goldenen Löwen von Venedig

          21 Filme gehen in das diesjährige Rennen um den Goldenen Löwen von Venedig, darunter auch zwei deutsche Co-Produktionen. Die Filme im Überblick:

          • „Abluka“ (Freezy) von Emin Alper (Türkei, Frankreich, Qatar)
          • „Heart of a Dog“ von Laurie Anderson (Vereinigte Staaten)
          • „Sangue del mio sangue“ von Marco Bellocchio (Italien, Frankreich, Schweiz)
          • „Looking for Grace“ von Sue Brooks (Australien)
          • „Equals“ von Drake Doremus (Vereinigte Staaten)
          • „Remember“ von Atom Egoyan (Kanada, Deutschland)
          • „Beasts of No Nation“ von Cary Fukunaga (Vereinigte Staaten)
          • „Per amor vostro“ von Giuseppe M. Gaudino (Italien, Frankreich)
          • „Marguerite“ von Xavier Giannoli (Frankreich, Tschechien, Belgien)
          • „Rabin, the Last Day“ von Amos Gitai (Israel, Frankreich)
          • „A Bigger Splash“ von Luca Guadagnino (Italien, Frankreich)
          • „The Endless River“ von Oliver Hermanus (Südafrika, Frankreich)
          • „The Danish Girl“ von Tom Hooper (Großbritannien, Vereinigte Staaten)
          • „Anomalisa“ von Charlie Kaufman und Duke Johnson (Vereinigte Staaten)
          • „L'attesa“ von Piero Messina (Italien, Frankreich)
          • „11 minut“ (11 Minutes) von Jerzy Skolimowski (Polen, Irland)
          • „Francofonia“ von Aleksandr Sokurov (Frankreich, Deutschland, Niederlande)
          • „El Clan“ von Pablo Trapero (Argentinien, Spanien)
          • „Desde allá“ von Lorenzo Vigas (Venezuela, Mexiko)
          • „L'hermine“ von Christian Vincent (Frankreich)
          • „Behemoth“ von Zhao Liang (China, Frankreich)

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