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Filmpreisverleihung in London : „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ räumt bei britischen Filmpreisen ab

  • Aktualisiert am

Das Gewinnerteam von „Three Billboards“ (von links): Martin Mcdonough, Pete Czernin, Sam Rockwell, Frances McDormand und Graham Broadbent Bild: dpa

Insgesamt fünf Preise erhielt das Filmdrama von Martin McDonagh, darunter für den besten Film und die beste Hauptdarstellerin. Auch diese Filmgala war von der Debatte um sexuelle Belästigung geprägt.

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          Das Filmdrama „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ des britischen Regisseurs Martin McDonagh hat bei der Verleihung der britischen Filmpreise Bafta am Sonntag gleich fünffach abgeräumt: Das Drama wurde unter anderem als bester Film ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Frances McDormand zur besten Darstellerin gekürt, Sam Rockwell als bester männlicher Nebendarsteller geehrt. Die Gala in London war geprägt von Solidarität mit den Kampagnen gegen sexuelle Belästigung im Filmgeschäft.

          Der Streifen „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ setzte sich unter anderem gegen „The Shape oft Water“ von Guillermo del Toro durch. Die britische Film- und Fernsehakademie (Bafta) verlieh den Machern des Films bei der Gala in der Londoner Royal Albert Hall die begehrteste Auszeichnung der britischen Filmbranche. Die Hauptdarstellerin von „Three Billboards“, die amerikanische Schauspielerin McDormand, spielt eine Mutter, die mit brachialen Methoden die Aufklärung der Vergewaltigung und Ermordung ihrer Tochter erzwingen will. Der Film wurde auch für das beste Drehbuch und als bester britischer Film ausgezeichnet.

          Gary Oldman gewinnt für seine Rolle als Churchill

          Zum besten männlichen Darsteller kürte die britische Film- und Fernsehakademie Gary Oldman. Der britische Schauspieler hatte für seine Rolle als Winston Churchill in „Die dunkelste Stunde“ bereits einen Golden Globe erhalten und galt deshalb als Favorit für die wichtigste Auszeichnung der britischen Filmbranche. Er gilt weiter als Anwärter für einen Oscar.

          „The Shape oft Water“, der mit insgesamt zwölf Nominierungen als Favorit in den Abend gegangen war, wurde für die beste Regiearbeit, die beste Filmmusik und das beste Produktionsdesign ausgezeichnet. Der britische Regisseur Ridley Scott wurde für sein Lebenswerk geehrt.

          Solidarität mit MeToo und Time's up

          Die Gala in London war wie wenige Wochen zuvor die Verleihung der Golden Globes geprägt von Solidarität mit den Kampagnen MeToo und Time's up: Die meisten Schauspielerinnen trugen als Zeichen der Solidarität mit den Opfern sexueller Belästigung schwarze Kleider. Unter anderem erschienen Angelina Jolie, Jennifer Lawrence und Kristin Scott Thomas in schwarzen Roben auf dem roten Teppich.

          Die schwangere Herzogin Catherine verzichtete hingegen auf ein politisches Statement. Sie erschien in einer dunkelgrünen Abendrobe an der Seite von Prinz William zu der Preisverleihung.

          Filmstar Angelina Jolie kam zusammen mit der aus Kambodscha stammenden Produzentin Loung Ung – beide in Sinne der #MeToo-Kampagne ganz in Schwarz. Bilderstrecke

          Vor der Gala hatte die Schauspielerin Emma Watson die Gründung eines Hilfsfonds für die Opfer sexueller Belästigung am Arbeitsplatz angekündigt. Die Britin spendete dafür eine Million Pfund (rund 1,1 Millionen Euro). Der Fonds wurde in einem offenen Brief angekündigt, den 200 britische und irische Schauspielerinnen unterzeichnet hatten, darunter Kate Winslet, Emma Thompson, Kristin Scott Thomas, Keira Knightley und Saoirse Ronan.

          In Hollywood hatten bereits im Januar mehr als 300 Schauspielerinnen, Autorinnen, Regisseurinnen und andere Frauen aus der amerikanischen Unterhaltungsindustrie eine ähnliche Initiative gestartet. Zu Time's Up gehören Schauspielerinnen wie Cate Blanchett, Natalie Portman und Meryl Streep.

          Die Initiative ist eine Folge des Skandals um den einst mächtigen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, der mehr als hundert Frauen sexuell belästigt und einige von ihnen vergewaltigt haben soll. Seit Bekanntwerden des Falls im Oktober wurden Missbrauchsvorwürfe gegen dutzende weitere Mitarbeiter der US-Filmindustrie erhoben.

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