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Mit 79 Jahren : Schauspieler Peter Fonda gestorben

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Die beiden legendären Harley-Fahrer Peter Fonda (l.) und Dennis Hopper in dem Roadmovie „Easy Rider“ Bild: ddp Images

Berühmt wurde er durch seine Rolle als freiheitsuchender Biker in dem Kultfilm „Easy Rider“. Jetzt ist Peter Fonda in seinem Haus in Los Angeles gestorben.

          Der amerikanische Schauspieler Peter Fonda, der durch seine Rolle in den Kultfilm „Easy Rider“ berühmt wurde, ist tot. Er sei am Freitag in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen von Lungenkrebs gestorben, teilte die Familie des Schauspielers mit. Der Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda (1905-1982) und jüngere Bruder von Schauspielerin Jane Fonda wurde 79 Jahre alt.

          Der Tod ihres „gutherzigen“ Bruders stimme sie sehr traurig, teilte Jane Fonda mit. „Ich hatte in diesen letzten Tage eine wundervolle Zeit mit ihm alleine. Er schied lachend aus dem Leben“, zitierte Deadline.com aus Fondas Mitteilung. Die Familie trauere um den „liebenswerten und gütigen“ Mann und feiere zugleich seinen „unbeugsamen Geist und seine Lebenslust“, hieß es in einem weiteren Schreiben seiner Angehörigen.

          Peter Fonda in Los Angeles im November 2017

          „Peter Fonda war ein revolutionärer Filmemacher während revolutionären Zeiten“, sagte Regisseur Rob Reiner über den Verstorbenen. Man werde seinen Geist vermissen. Der britische Regisseur Edgar Wright nannte Fonda auf Twitter „Legende der Gegenkultur, bahnbrechender Schauspieler und rundherum ein Held im wirklich Leben“.

          Fonda begann seine Karriere beim Theater. Seine ersten Kinorollen legten ihn zunächst auf das Klischee des versonnenen Liebhabers fest. In „Die wilden Engel“ durfte Fonda, der sich auch privat für Motorräder begeisterte, zum ersten Mal den Anführer einer Bikergang spielen.

          1969 wurde Peter Fonda in „Easy Rider“ als Motorradfreak Wyatt (“Captain America“), der gemeinsam mit Dennis Hopper das Lebensgefühl der späten Sechzigerjahre beschreibt, zum Idol der Hippie-Bewegung und zum Helden des Neuen Hollywoods. Der Film, in dem auch Jack Nicholson mitspielte, schrieb Kinogeschichte. Gemeinsam ziehen die langhaarigen Männer auf ihren Harley-Davidsons durch Amerika, nehmen Drogen, begegnen Hippies, machen in Kommunen Halt. Musikalisch ist das Roadmovie untrennbar mit dem Song „Born to be Wild“ verwoben. Als Drehbuchautor von „Easy Rider“ erhielt Fonda eine Oscar-Nominierung.

          Als Regisseur machte sich Fonda mit Produktionen wie „Der weite Ritt“ (1970) und dem Science-Fiction-Film „Expedition in die Zukunft“ (1973) einen Namen. Eine weitere Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller brachte ihm das Drama „Ulee’s Gold“ (1998) ein.

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