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Kinofilm von Julia von Heinz : Die Gewaltfrage wird praktisch

„Nazis verkloppen ist nur Kosmetik“: Im Kinofilm „Und morgen die ganze Welt“ verschlägt es die Studentin Luisa zu den autonomen Linken. Regisseurin Julia von Heinz arbeitet am Guten. Eine Video-Filmkritik.

Kriegsfilm „Bohnenstange“ : Zwei Frauen von der Front

Einen solchen Kriegsfilm hat es noch nicht gegeben: „Bohnenstange“ von Kantemir Balagov gibt eine Ahnung von den Katastrophen, mit denen der Sieg Russlands im Jahr 1945 erkauft war.

Schutz durch die Corona-App : Bürger, teilt eure Daten!

Um die Pandemie zu bekämpfen, muss die Corona-App effektiver werden. Der Staat braucht mehr Zugriff auf Gesundheitsdaten. Mit dem Datenschutz wird ausgerechnet an dieser Stelle übertrieben.

Erdogan und die Islamisten : Der Hass, den er anstachelt

Die türkische Regierung bekundet den Hinterbliebenen der Terroropfer von Nizza ihr Beileid. Das ist der blanke Hohn. Denn eben noch hat Erdogan gegen Frankreich und die Freiheit gehetzt.

Kim Kardashians Corona-Party : Egotrip auf der Insel

Kim Kardashian West will in der Corona-Pandemie auf Partys nicht verzichten. Sie feiert mit ihrem Tross auf einer Insel. Das bringt Daheimgebliebene, die nicht zum Jetset gehören, auf Gedanken.

Dunkle Zeit : Winter in Frankreich

Der Winter der Pandemie kommt erst noch, doch in Frankreich ist bereits eine düstere Zeit angebrochen. Der Islamismus bringt die Werte der Republik ins Wanken.

Neuer Twitter-Hinweis : Erst mal lesen

Twitter fordert seine Nutzer auf, Artikel selbst zu lesen, ehe sie sie teilen. Dabei gehören die Halbinformiertheit der einen und die Besserwisserei der anderen doch zum Geschäftsmodell.

Cambridge-Analytica-Affäre : Der Skandal, der (fast) keiner war

Hat die Datenfirma Cambridge Analytica vor vier Jahren wirklich die Wahl für Trump in Amerika entschieden und den Brexit gewuppt? Die britische Datenchefin Elizabeth Denham weiß es.

Samu Habers neuer Bestseller : Absturz und Selbsterkenntnis

Im Rausch der Glückskeksempfehlungen: Samu Haber löst Campino an der Spitze der Bestsellerliste ab. Seine Lebensbeichte hat zwar eine ganz schöne Fahne, beherzigt dafür aber Aspekte des Bildungsromans.

Pablo Larraíns „Ema“ im Kino : Brenn, Mutterliebe, brenn!

Ungeheuerliche Leidenschaften tanzen um ihr Leben: Pablo Larraíns „Ema“ ist der bisher beste Film des herausragenden chilenischen Regisseurs, ein Feuersturm aus Liebe mit einer utopischen Idee von Familie.

Film über Greta Thunberg : Das Kind aus der Zukunft

Nathan Grossmans Film „I Am Greta“ ist mehr Spielfilm als Dokumentation. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg wird zur lachenden Heldin fiktionalisiert, dabei sollte sie unser Schrecken bleiben.

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  • Hat viele Fragen: Daniel Cohn-Bendit will wissen, was „jüdisch“ ist.

    Daniel Cohn-Bendit : Auf der Suche nach der jüdischen Identität

    Daniel Cohn-Bendit fühlt sich auf seine alten Tage umgetrieben von der Frage nach seiner jüdischen Identität. Der 75 Jahre alte Mann hat darüber einen Film gedreht, der bei den Jüdischen Filmtagen in Frankfurt zu sehen ist.
  • Ein Unwetter verwischt die Spuren seiner Tat: Antoine (Jeremy Senez) hat ein bedrückendes Geheimnis.

    Kinothriller aus Frankreich : Einsamer nie als an Heiligabend

    Nicolas Boukhriefs Film „Drei Tage und ein Leben“ erzählt von einer Kindheit in der belgischen Provinz – und davon, wie sie durch ein traumatisches Ereignis endet. In einer Nebenrolle glänzt Sandrine Bonnaire.
  • Zum Tod Birol Ünels : Mein Captain

    Er war impulsiv, exzentrisch, radikal und manchmal auch nicht berechenbar. Rauh und sanft zugleich war er ein Rebell und Nonkonformist, den es heute so nicht mehr geben kann. Ein Nachruf auf den Schauspieler Birol Ünel.
  • Film „Corpus Christi“ : Psalm Nummer Dreiundzwanzig

    Ein junger Mann kommt aus dem Gefängnis und wird für einen Priester gehalten. In Jan Komasas Film „Corpus Christi“ füllt Bartosz Bielinia diese Rolle besser aus, als es ein bloßer Betrüger je könnte.
  • Neuer Film der Brüder Taviani : Am Wendepunkt des Herzens

    In ihrem letzten gemeinsamen Film erzählen die Brüder Taviani eine Partisanengeschichte aus den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs. Wie so oft bei ihnen geht es auch in „Eine private Angelegenheit“ um den ewigen Konflikt zwischen Gefühl und Politik.
  • Polizeikomödie : Faust aufs Gesetzesauge

    Entwaffnende Harmlosigkeit in einer Welt ohne echte Gefahr: Die Kinokomödie „Faking Bullshit“ meint es gut und macht vieles richtig, lässt sich aber von ihrer Idyllik zu sehr einlullen.
  • Sex-Ratgeberin Ruth Westheimer : Lust kann sehr lustig sein

    Ein Meter vierzig geballte Weltzugewandtheit im Kino: Der amerikanische Dokumentarfilm „Fragen Sie Dr. Ruth“ stellt die Sexualtherapeutin einer ganzen Nation vor.
  • Zum 90. von Sean Connery : Ausgesucht elegante Brutalität

    Ein Gigant der populären Kinogeschichte: Mit den Bond-Filmen wurde Sean Connery zum Star. Inzwischen ist der Oscar-Preisträger auch noch Ritter des Vereinigten Königreichs. Jetzt wird er neunzig Jahre alt.
  • Klassischer Disney-Sound : Schlange hören, nicht Schlange stehen

    Der Ton wurde bereits beim Zeichnen mitgedacht: „The Sound of Disney 1928–1967“ im Deutschen Filmmuseum Frankfurt. Die Ausstellung lässt die Menschen zu Wort kommen, deren Arbeit den Figuren Stimmen, Hörumgebungen und Melodien gaben.
  • Film „Exil“ : Gibt’s das, Integration?

    Der Film „Exil“ von Visar Morina leuchtet in dunkle Ecken des Sozialen. Der Psychothriller erzählt Integrationsgeschichte als Gratwanderung zwischen subjektiver Paranoia und objektiven Widerständen.
  • Damals galt Bildschärfe im Kino noch als unkünstlerisch: Szene aus Andrej Tarkowskis Film „Nostalghia“ von 1983

    Digitalisierung im Kino : Nicht jedes scharfe Bild ist ein gutes Bild

    Die Vervollkommnung der Technik hinterlässt Spuren an unserem filmischen Erbe. Heute ist die Bildschärfe das Mantra des digitalen Kinos. Aber für klassische, analog gedrehte Filme kann sie zum Problem werden. Ein Gastbeitrag.