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Im Alter von 51 Jahren : Regisseur John Singleton gestorben

  • Aktualisiert am

Regisseur John Singleton, 1968-2019. Im Jahr 2003 hatte er einen Stern auf Hollywoods Walk of Fame erhalten. Bild: AP

Er war als erster Afroamerikaner für einen Regie-Oscar nominiert: John Singleton starb im Alter von 51 Jahren nach einem schweren Schlaganfall. Seine Angehörigen entschieden, die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden.

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          Der amerikanische Filmregisseur und Produzent John Singleton („2 Fast 2 Furious“, „Atemlos“) ist tot. Er sei im Kreise seiner Familie und Freunden friedlich entschlafen, teilte seine Sprecherin Shannon Barr mit. Singleton wurde 51 Jahre alt.

          Der Regisseur hatte am 17. April einen schweren Schlaganfall erlitten. Der siebenfache Vater wurde in einem Krankenhaus in Los Angeles behandelt. Am Montagmorgen hatten sich die Angehörigen entschlossen, lebenserhaltende Maßnahmen zu stoppen, wie Barr zuvor mitteilte.

          Singleton holte 1992 mit seinem Debütfilm „Boyz N The Hood“ über Gewalt in einem Armenviertel von Los Angeles auf Anhieb zwei Oscar-Nominierungen. Er war der erste Afroamerikaner und zugleich der jüngste Regisseur, der in der Sparte „Beste Regie“ nominiert wurde. Danach inszenierte er Filme wie „Poetic Justice“, „Shaft“, „Vier Brüder“ und „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“. Als Produzent brachte er unter anderem das Drama „Hustle & Flow“ ins Kino.

          „Ruhe in Frieden mein Freund“, schrieb Oscar-Preisträgerin Halle Berry auf Twitter. Sie könne es nicht fassen, dass Singleton gestorben sei, erklärte die Schauspielerin. Regina King, die in diesem Jahr für das Drama „If Beale Street Could Talk“ den Oscar als beste Nebendarstellerin holte, würdigte Singleton als einen „der Größten“. „Dein Geist wird ewig leuchten“, schrieb die Schauspielerin auf Instagram.

          „Get Out“-Regisseur Jordan Peele würdigte seinen Kollegen als „mutigen Künstler“ und als „wahre Inspiration“. „Seine Vision hat alles verändert“, schrieb Peele auf Twitter. „Er hat vielen jungen Filmemachern den Weg bereitet“, schrieb der Schauspieler Samuel L. Jackson in einem Tweet. Der Regisseur John Carpenter („Halloween“) lobte ihn als talentierten Regisseur und gütigen Mensch, der viel zu jung gestorben sei. Singleton werde sehr vermisst werden, hieß es in einem Tweet der Oscar-Akademie. 2003 wurde Singleton auf Hollywoods „Walk of Fame“ mit einer Sternenplakette geehrt. Dort sollten am Dienstag Blumen zum Gedenken abgelegt werden.

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