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„Das gelobte Land“ und „Danton“ : Polnischer Regisseur Andrzej Wajda tot

  • Aktualisiert am

Andrzej Wajda - einer der ganz Großen des polnischen Films Bild: dpa

Andrzej Wajda galt als einer der größten Regisseure in der Geschichte des polnischen Kinos. Er erhielt den Ehren-Oscar und den Goldenen Bären der Berlinale. Nun ist Wajda gestorben.

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          Der polnische Theater- und Filmregisseur Andrzej Wajda ist tot. Der 90-Jährige starb am Sonntagabend, wie polnische Medien berichteten. Wegen Lungenproblemen habe Wajda bereit mehrere Tage im Krankenhaus gelegen. Zu seinen größten Werken gehören „Das gelobte Land“, „Danton“ oder „Der Mann aus Marmor“. Sein letzter Film kam 2013 in die Kinos.

          Hauptthema der Filme Wajdas war Polen. Er galt als einer der größten Regisseure in der Geschichte des polnischen Kinos, war Mitbegründer der polnischen Filmhochschule. Er führte auch an internationalen Theaterbühnen Regie, unter anderem an der Berliner Schaubühne in West-Berlin. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Ehren-Oscar ausgezeichnet, 2006 wurde ihm auf der Berlinale der Goldene Ehrenbär für sein Lebenswerk verliehen.

          Der in Suwalki in Nordostpolen geborene Wajda hatte an der Filmschule in Lodz studiert. Bereits seine ersten Filme - „Eine Generation“ (1955), „Der Kanal“ (1957) und „Asche und Diamant“ (1958) gelten bis heute als Meisterwerke und Klassiker der „polnischen Filmschule“. In diesen Filmen setzte sich der Regisseur mit der Kriegszeit und der Machtübernahme durch die Kommunisten nach 1945 auseinander.

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