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Oscar-Nominierungen : Zwölf Chancen für „The Power of the Dog“, eine zwölfte für Hans Zimmer

  • Aktualisiert am

Einmal hat es schon geklappt: 1995 hat Hans Zimmer einen Oscar für seine Filmmusik zum Disney-Zeichentrickfilm „Der König der Löwen“ erhalten. Bild: Picture Alliance / dpa

Jane Campions jüngster Film kann die meisten Nominierungen für die Academy Awards auf sich vereinen. Ihm folgt Denis Villeneuves „Dune“-Verfilmung, die auch einen gebürtigen Frankfurter hoffen lassen.

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          Mit zwölf Nominierungen ist der Film „The Power of the Dog“ der diesjährige Oscar-Favorit. Das Drama ist unter anderem als bester Film nominiert, wie die Oscar-Akademie an diesem Dienstag in Los Angeles bekanntgab. Auch die neuseeländische Regisseurin Jane Campion sowie Benedict Cumberbatch und Jesse Plemons, die zwei Brüder spielen, die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts gemeinsam eine Ranch in Montana betreiben, erhielten Nominierungen.

          Zehn Nominierungen bekam das Science-Fiction-Epos „Dune“ des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve zugesprochen. Auch Filme wie „West Side Story“ und „Belfast“ haben mehrere Gewinnchancen. Zu den Nominierungen für „Dune“ zählt eine in der Kategorie Filmmusik: Komponist Hans Zimmer könnte seinen zweiten Oscar gewinnen. 1995 war er für die Untermalung des Zeichentrickfilms „Der König der Löwen“ ausgezeichnet worden. Die aktuelle Nominierung ist die zwölfte in seiner langen Hollywood-Karriere. Im Januar hatte er für die Filmmusik zu „Dune“ bereits einen Golden Globe gewonnen. Neben Zimmer sind unter anderem Kollegen wie Jonny Greenwood („The Power of the Dog“) und Alberto Iglesias („Parallele Mütter“) unter den fünf Oscar-Preisanwärtern.

          Auch der Spezialeffekte-Künstler Gerd Nefzer könnte einen weiteren Oscar holen. Er arbeitete an den bildgewaltigen Szenen von „Dune“ mit. Der gebürtige Schwabe gewann bereits 2018 für „Blade Runner 2049“ eine der begehrten Trophäen.

          Auf einen Preis als beste Hauptdarstellerin können Kristen Stewart („Spencer“), Jessica Chastain („Eyes of Tammy Faye“), Olivia Colman („The Lost Daughter“), Nicole Kidman („Being the Ricardos“) und Penélope Cruz („Parallele Mütter“) hoffen. In der Kategorie für den besten Hauptdarsteller sind neben Will Smith („King Richard“) und Benedict Cumberbatch („The Power of the Dog“) auch Denzel Washington („Macbeth“), Javier Bardem („Being the Ricardos“) und Andrew Garfield („Tick, Tick…Boom!“) nominiert.

          Die deutsche Tragikomödie „Ich bin dein Mensch“ hat es indes nicht in die Oscar-Endrunde geschafft. Maria Schraders futuristischer Film um eine Wissenschaftlerin (Maren Eggert), die einen humanoiden Roboter (Dan Stevens) als Partner testen soll, war nach einer Vorauswahl im Dezember zunächst einer von fünfzehn Kandidaten in der Sparte „International Feature Film“ gewesen. Unter den an diesem Dienstag von der Oscar-Akademie bekanntgegebenen fünf Finalisten finden sich die Filme „Drive my Car“ (Japan), „The Hand of God“ (Italien) und „Compartment No 6“ (Finnland). Die 94. Oscar-Verleihung soll am 27. März in Hollywood stattfinden.

          Der letzte für den sogenannten Auslands-Oscar nominierte deutsche Film war 2019 „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck. Die Auszeichnung ging damals an das mexikanische Drama „Roma“. Donnersmarck hatte 2007 mit seinem Regiedebüt „Das Leben der Anderen“ zuletzt den Oscar nach Deutschland geholt.

          Filme mit den meisten Oscar-Nominierungen 2022

          Zwölf Nominierungen:
          „The Power of the Dog“

          Zehn Nominierungen:
          „Dune“

          Sieben Nominierungen:
          „West Side Story“
          „Belfast“

          Sechs Nominierungen:
          „King Richard“

          Vier Nominierungen:
          „Don't Look Up“
          „Drive My Car“
          „Nightmare Alley“

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