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Oscar-Nominierungen : Die nächste Chance für Deutschland

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET

„Der Baader-Meinhof-Komplex“ ist als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert worden. Heath Ledger erhielt posthum eine Nominierung. Freude auch im Hause Pitt/Jolie: Beide sind als beste Schauspieler nominiert worden. Die meisten Nominierungen bekam „Der seltsame Fall des Benjamin Button“. Und noch ein weiterer Deutscher hat eine Oscar-Chance.

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          Der deutsche Film „Der Baader Meinhof Komplex“ ist für einen Oscar nominiert. Uli Edels Drama zum Terror der Rote Armee Fraktion (siehe: Video-Filmkritik: „Der Baader Meinhof Komplex“) tritt bei der Verleihung in der Nacht zum 23. Februar in der Kategorie des besten nicht-englischsprachigen Films an, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Donnerstag in Beverly Hills bekanntgab.

          Mit Nominierungen in insgesamt dreizehn Oscar-Kategorien geht der Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit Brad Pitt als Favorit ins Rennen um die Trophäen - dicht gefolgt von dem in Großbritannien produzierten Indien-Drama „Slumdog Millonaire“. Die britisch-indische Koproduktion über einen Waisenjungen aus Bombay, der aus großer Armut zum Gewinner der indischen Variante von „Wer wird Millionär?“ aufsteigt, erhielt insgesamt zehn Nominierungen. Beide Filme sind in der Königskategorie des besten Films nominiert - neben dem Film „Milk“, der den Lebensweg eines schwulen Politikers in San Francisco nachzeichnet, dem Politdrama „Frost/Nixon“ und dem Film „Der Vorleser“, einer Verfilmung des deutschen Bestsellerromans von Bernhard Schlink (Film zum Buch zur Schuld: „Der Vorleser“ in Amerika).

          Für „Benjamin Button“ nach einer Erzählung von F. Scott Fitzgerald wurden unter anderem auch Regisseur David Fincher sowie die Darsteller Brad Pitt und Taraji Henson nominiert. Weil Pitt sich in seiner Rolle glaubhaft vom Greis zum kleinen Kind zurückentwickelt, gab es unter anderem auch Nennungen für Makeup und Spezialeffekte. Pitts Lebensgefährtin Angelina Jolie zeigt sich auf Augenhöhe mit ihrem Liebsten und tritt mit einer Nominierung als beste Hauptdarstellerin in „Der fremde Sohn“ an.

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          Zum sechsten Mal Kate Winslet

          Bei den Nominierungen für die Schauspielpreise dominieren die Superstars: In der Kategorie „beste Schauspielerin“ konkurrieren Kate Winslet („Der Vorleser“), Meryl Streep („Doubt“/„Glaubensfrage“), Angelina Jolie („Der fremde Sohn“, Oscar-Kandidatin Angelina Jolie in Clint Eastwoods „Der fremde Sohn“ “), Anne Hathaway („Rachel Getting Married“, Agnès Vardas' „Les plages d'Agnès“ und Jonathan Demmes „Rachel Getting Married“ in Venedig) und Melissa Leo („Frozen River“). Für Winslet, die gerade erst zwei „Golden Globes“ bekam (Sehnsucht und Eigensinn: Kate Winslet im Porträt), ist es die insgesamt sechste Oscar-Nominierung. Als „bester Schauspieler“ nominiert sind Brad Pitt („Benjamin Button“), Mickey Rourke („The Wrestler“, Der Preis des Ruhms ist die Hölle), Sean Penn („Milk“), Frank Langella („Frost/Nixon“) und Richard Jenkins („The Visitor“).

          Genau ein Jahr nach seinem Tod ist der australische Schauspieler Heath Ledger für einen Oscar vorgeschlagen worden. Ledger erhielt eine Nominierung für seine Rolle als Joker in dem Batman- Abenteuer „The Dark Knight“ (Video-Filmkritik: „The Dark Knight“). Ledger war am 22. Januar 2008 an einer Überdosis von Drogen und Medikamenten im Alter von 28 Jahren gestorben (Heath Ledger: Der Mann vom Ende der Welt). In der Kategorie Bester Nebendarsteller wurden unter anderem auch die Schauspieler Josh Brolin („Milk“) und Philip Seymour Hoffman („Glaubensfrage“) nominiert.

          Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ist bislang dreimal an eine deutsche Produktion gegangen. Zuletzt hatte 2007 das Stasidrama „Das Leben der Anderen“ die Trophäe gewonnen. Zu den vier Mitbewerbern gehört auch der ungewöhnliche israelische Animationsfilm „Waltz With Bashir“ (Video-Filmkritik: „Waltz with Bashir“), der sich kürzlich bei den Golden Globes durchgesetzt hatte. Ebenfalls an den Start geht das österreichische Drama „Revanche“. Der Münchner Regisseur Werner Herzog kann sich Hoffnungen machen mit seinem in der Antarktis
          entstandenen Dokumentarfilm „Encounters At the End of The World“ („Begegnungen am Ende der Welt“).

          DIE WICHTIGSTEN NOMINIERUNGEN


          Beste männliche Hauptrolle

          Richard Jenkins („The Visitor“)
          Frank Langella („Frost/Nixon“)
          Sean Penn („Milk“)
          Brad Pitt („Der seltsame Fall des Benjamin Button“)
          Mickey Rourke („The Wrestler“, Der Preis des Ruhms ist die Hölle)

          Beste weibliche Hauptrolle
          Anne Hathaway („Rachel Getting Married“, Agnès Vardas' „Les plages d'Agnès“ und Jonathan Demmes „Rachel Getting Married“ in Venedig)
          Angelina Jolie („Der fremde Sohn“, Oscar-Kandidatin Angelina Jolie in Clint Eastwoods „Der fremde Sohn“ )
          Melissa Leo („Frozen River“)
          Meryl Streep („Glaubensfrage“)
          Kate Winslet („Der Vorleser“, Film zum Buch zur Schuld: „Der Vorleser“ in Amerika)

          Beste männliche Nebenrolle

          Josh Brolin („Milk“)
          Robert Downey Jr. („Tropic Thunder“, Video-Filmkritik: „Tropic Thunder“)
          Philip Seymour Hoffman („Glaubensfrage“)
          Heath Ledger („The Dark Knight“, Video-Filmkritik: „The Dark Knight“)
          Michael Shannon („Zeiten des Aufruhrs“, Video-Filmkritik: „Zeiten des Aufruhrs“)

          Beste weibliche Nebenrolle

          Amy Adams („Glaubensfrage“)
          Penélope Cruz („Vicky Cristina Barcelona“, Video-Filmkritik: „Vicky Cristina Barcelona“ )
          Viola Davis („Glaubensfrage“)
          Taraji P. Henson („Der seltsame Fall des Benjamin Button“)
          Marisa Tomei („The Wrestler“, Der Preis des Ruhms ist die Hölle)

          Bester Film

          „Der seltsame Fall des Benjamin Button“
          „Milk“
          „Frost/Nixon“
          „Der Vorleser“ (Film zum Buch zur Schuld: „Der Vorleser“ in Amerika)
          „Slumdog Millionaire“

          Beste Regie

          David Fincher („The Curious Case of Benjamin Button“)
          Ron Howard („Frost/Nixon“)
          Gus Van Sant („Milk“)
          Stephen Daldry („Der Vorleser“, Film zum Buch zur Schuld: „Der Vorleser“ in Amerika)
          Danny Boyle („Slumdog Millionaire“)

          Bester fremdsprachiger Film

          „Der Baader-Meinhof-Komplex“ (Deutschland,
          Video-Filmkritik: „Der Baader Meinhof Komplex“)
          „Die Klasse“ (Frankreich, Kino: Laurent Cantets „Die Klasse“)
          „Departures“ (Japan)
          „Revanche“ (Österreich)
          „Waltz With Bashir“ (Israel, Video-Filmkritik: „Waltz with Bashir“)

          Bester Animationsfilm

          „Bolt - Ein Hund für alle Fälle“
          „Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf“ (Der neue Pixar-Film „Wall-E“ im Kino)
          „Kung Fu Panda“ (Video-Filmkritik: „Kung Fu Panda“)

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