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Nach Künstlerprotest : Keine Oscars in der Werbepause

  • Aktualisiert am

Oscar-Statue in Los Angeles Bild: AP

Eigentlich hätte die Übertragung der Oscar-Verleihung kürzer ausfallen sollen. Doch nach Protesten von Hollywood-Stars ändert die Oscar-Akademie ihre Entscheidung.

          Die Oscar-Trophäen in allen 24 Sparten werden bei der Gala am 24. Februar während der Live-Übertragung ausgehändigt. Dies gab die Oscar-Akademie am Freitag bekannt. Man werde sich das „traditionelle Format“ beibehalten, zitierten die Filmportale „Variety“ und „Hollywood Reporter“ aus der Mitteilung. Die Film-Akademie hatte zunächst geplant, Trophäen in vier Kategorien, darunter Kamera und Schnitt, erstmals während Werbepausen auszuhändigen, um damit die Gala kürzer zu halten.

          Mit der Kehrtwende am Freitag reagierte die Academy auf die Kritik namhafter Filmschaffender, darunter die Regisseure Alfonso Cuarón, Martin Scorsese, Quentin Tarantino, Spike Lee und Damien Chazelle. In einem offenen Brief, der von rund 100 Filmschaffenden unterschrieben wurde, machten sie Druck, das übliche Format der Trophäenvergabe beizubehalten. Es sei eine „Beleidigung“ für Filmschaffende, wenn wichtige Kinokunst herabgewürdigt werde, hieß es in dem Protestbrief.

          In diesem Jahr steht kein Gastgeber auf der Oscar-Bühne, die Gala wird allein mit Star-Präsentatoren bestritten. Der Komiker Kevin Hart war nach einer Kontroverse um frühere schwulenfeindliche Bemerkungen als geplanter „Host“ der Show abgesprungen. Die letzte Oscar-Gala ohne festen Moderator liegt 30 Jahre zurück.

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