Moderatorinnen : Die Seele der „Kulturzeit“
Von Melanie Mühl
Lesezeit: 5 Min.
Tina Mendelsohn ist eine Spielerin. Weil sie ihre Sympathie riskiert, um zu gewinnen. Sie ist süchtig nach dieser Nähe, die entsteht, wenn man den anderen einfängt und ihn zum Verbündeten oder zum Gegenspieler macht. Ein gutes Interview, sagt sie, sei das Gegenteil von Routine. Ein Gespräch zwischen zwei Menschen, das von der Dynamik des Ineinander-Eintauchens lebt. Am Ende stehe Erkenntnis. Wenn sie etwas hört oder sieht, was sie niemals vorher so gehört oder gesehen hat, dann sagt sie, sei alles gut. Sind die letzten Sätze gesprochen, fühle sie sich, als steige sie nach vielen geschwommenen Bahnen erschöpft aus dem Becken.
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