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Mehr Frauen im Academy-Vorstand : Stars um Eva Longoria und George Clooney gründen Filmschule für mehr Diversität

  • Aktualisiert am

Hat eine Schule für mehr Diversität gegründet: Eva Longoria Bild: EPA

Das US-Filmgeschäft will bunter werden: Ein Schulprojekt soll Kindern aus einkommensschwachen Familien den Weg in die Filmbranche erleichtern. Und erstmals sitzen mehr Frauen als Männer im Vorstand der Oscar-Akademie.

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          Die US-Filmindustrie setzt verstärkt auf Diversität. Im Vorstand der Oscar-Akademie sind erstmals mehr Frauen als Männer vertreten. Zudem soll ein von mehreren Hollywood-Stars unterstütztes Schulprojekt Minderheiten leichteren Zugang zur Filmindustrie ermöglichen.

          Beteiligt sind an dem Projekt George Clooney, Don Cheadle, Kerry Washington, Mindy Kaling und Eva Longoria. Ab Herbst 2022 sollen Highschool-Schüler an der „Roybal School of Film and Television Production“ aufgenommen werden, wie der Schulbezirk Los Angeles am Montag mitteilte. Das Programm für mehr Diversität spricht gezielt Schüler aus unterversorgten Gemeinden an. An den öffentlichen Schulen von Los Angeles werden rund 650.000 Schüler unterrichtet. Viele von ihnen kommen aus einkommensschwachen afroamerikanischen Familien oder Latino-Familien.

          Debatte um Vielfalt bei den Oscars

          Man müsse früh damit beginnen, Diversität zu fördern, sagte Oscar-Preisträger Clooney in der Mitteilung. Die jungen Leute sollen im Unterricht unter anderem in den Bereichen Kameraführung, Schnitt, Spezialeffekte und Ton ausgebildet werden. „Es bedeutet auch Praktika, die zu gut bezahlten Berufsmöglichkeiten führen“, erklärte der Regisseur, Schauspieler und Produzent. Die Schule will auch dabei helfen, den Kontakt zu bekannten Filmemachern und Geschäftsleuten in der Branche herzustellen.

          Unterdessen stellte sich der Filmverband, der für die Vergabe der Oscars zuständig ist, neu auf. Die US-Schauspielerin Rita Wilson (64, „Die Braut, die sich nicht traut“) und die kanadische Filmkomponistin Lesley Barber (59, „Manchester by the Sea“) zählen zu den neuen Mitgliedern, die in den Vorstand der Oscar-Akademie gewählt worden sind. Wiedergewählt wurden unter anderem die dänische Regisseurin Susanne Bier (61) und Filmproduzentin Jennifer Todd (51).

          Dem „Board of Governors“ gehören 54 Mitglieder an, nun sitzen erstmals in der 94-jährigen Geschichte des Oscar-Verbands mehr Frauen als Männer im Vorstand. Die Zahl der Frauen sei von 26 auf 31 angestiegen, teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit. Der Anteil von Vertretern unterrepräsentierter Minderheiten ging demnach von 12 auf 15 hoch.

          Die mehr als 9000 Mitglieder starke Organisation ist in 17 Sparten aufgeteilt, darunter Schauspieler, Regisseure und Produzenten. Jeder Bereich wird von drei „Governors“ vertreten, die alle drei Jahre neu gewählt werden. Der Academy-Präsident benennt zusätzlich drei Mitglieder.

          Der Verband setzte sich traditionell aus überwiegend männlichen Mitgliedern weißer Hautfarbe zusammen. Der Mangel an Vielfalt hatte in den letzten Jahren zu Kritik geführt. Die Akademie kündigte daraufhin an, sich um Diversität in den eigenen Reihen zu bemühen.

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