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EU-Gericht beurteilt Kinotitel : „Fack Ju Göhte“ ist zu vulgär

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Auch für die Verwertung dieses Films wollten die Verträge klug ausgehandelt sein: Elyas M’Barek und Karoline Herfurth in „Fack ju Göhte“. Bild: obs

Die Constantin Film wollte den Filmtitel „Fack Ju Göhte“ als Marke nutzen und damit allerhand Produkte verkaufen. Das hat das EU-Gericht verboten: Der Titel sei vulgär und könne Verbraucher schockieren.

          Der Titel des Kinofilms „Fack Ju Göhte“ verstößt nach Ansicht des erstinstanzlichen Gerichts der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg gegen die guten Sitten und kann deshalb nicht als Wortmarke geschützt werden. Der englische Ausdruck „fuck you“ und der damit spielende Filmtitel seien vulgär und könnten Verbraucher schockieren, so das Gericht (Az: T-69/17) . Dass die Filme der „Fack Ju Göhte“-Reihe von Millionen Menschen gesehen worden seien, bedeute nicht, dass Verbraucher nicht von dem Titel schockiert seien.

          Demnach wird es wohl keine Kleidung oder Kosmetikprodukte unter dieser Marke geben. Die Constantin Film Produktion GmbH wollte den Titel ihrer Erfolgsfilme 2015 als EU-Marke eintragen lassen. Der Markenschutz sollte unter anderem für Körperpflegeartikel, Schmuck, Schreibwaren, Kleidung, Spiel- und Sportartikel, bestimmte Lebensmittel und Getränke sowie für Telekommunikation und Unterhaltung gelten.

          Das EU-Markenamt EUIPO im spanischen Alicante lehnte dies jedoch ab. Die angemeldete Marke verstoße gegen die guten Sitten, so die Begründung. Dagegen klagt Constantin Film. In erster Instanz wies nun das EuG die Klage ab.

          „Fack Ju Göhte 3“ war mit fast sechs Millionen Besuchern der mit weitem Abstand erfolgreichste Kinofilm 2017 in Deutschland. Hauptdarsteller der Trilogie ist Elyas M'Barek. Die Constantin Film kann nun innerhalb von zwei Monaten noch vor den letztinstanzlichen Europäischen Gerichtshof (EuGH) ziehen.

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