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Mark Wahlberg : Es geht jetzt darum, neue Fehler zu vermeiden

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Mark Wahlberg ist einer der Schauspieler, über die man den meisten Quatsch weiß. Er hat drei Brustwarzen. Hat gemodelt für Calvin Klein. War mal Rapper. Nannte sich als solcher Marky Mark. War zusammen mit dem Reggaemusiker Prince Ital Joe, der später bei einem Autounfall ums Leben kam, ein vielbelächelter Star der Eurodance-Szene. Saß im Gefängnis, weil er einem Vietnamesen ein Auge ausgeschlagen hat, zur Tatzeit war er 16 Jahre alt und high mit Angel Dust. War kurz Mitglied der Boy-Band New Kids on the Block, der sein Bruder Donny angehörte. War am 11. September 2001 eigentlich auf den United-Airlines-Flug gebucht, der in Pennsylvania abstürzte.

Stimmt die Geschichte mit dem United-Airlines-Flug?

Ja. Ich hatte eine Reservierung für diesen Flug, wir haben dann aber eine Woche vorher entschieden, doch mit dem Auto zu fahren. Wir ändern oft unsere Reisepläne, das ist nicht so ungewöhnlich.

Sie haben sich das Gesicht von Bob Marley auf den Arm tätowieren lassen. Was bedeutet er Ihnen?

Seine Musik hatte großen Einfluss in meinem Leben. Als ich angefangen habe, Reggae zu hören, Bob Marley insbesondere, habe ich mich auf einmal liebevoll gefühlt, freundlich, leidenschaftlich, fürsorglich.

Hören Sie noch Hiphop?

Wenn ich in New York bin, stelle ich immer mal den Hiphop-Radiosender ein, um zu sehen, was der neue East-Coast-Sound ist, aber eigentlich interessiert es mich nicht so sehr. Wenn ich Rap höre, komme ich in einen Geisteszustand, in dem ich negative Sachen denke. Rap ist größtenteils ziemlich negativ. Wenn ich im Gym bin und trainiere, höre ich Sachen mit mehr Energie - Classic Rock, alten R&B. Sonntags höre ich Gospels.

Ihr Körper hat bei Ihrer Karriere eine wichtige Rolle gespielt . . .

Ich weiß nicht.

Sie waren berühmt dafür, sich bei Konzerten die Hosen herunterzuziehen. Ihrer 1992 erschienenen Autobiographie haben Sie den Satz „dedicated to my dick“ vorangestellt. Sie haben für Unterhosen gemodelt.

Ich war kein Model. Ich stand ein paar Stunden in Unterhosen in einem Fotostudio.

Sie wissen aber doch, was ich meine.

Ja. Aber ich habe mich nie als Sexsymbol gefühlt oder auch nur besonders gutaussehend. Ich halte mich für einen ziemlich durchschnittlichen Typen, der extrem talentiert ist, was sicher an meiner großen Hingabe für das, was ich tue, liegt. Das ist alles.

Auf Ihren Calvin-Klein-Fotos: Wen sehen Sie da heute?

Einen jungen Krawallmacher. Aber es macht mir nicht mehr so viel aus, die Bilder anzugucken wie früher. Es war halt etwas, das ich erst mal überwinden musste, um mein Ziel zu erreichen, ein respektierter Schauspieler zu sein.

Das war immer Ihr Ziel?

Ich habe es nicht als Antrieb benutzt, aber . . . Ich war berühmt für andere Dinge, und es hat ein paar Jahre gebraucht, bis die Leute nicht mehr zuerst an meine Musik gedacht haben, wenn sie mich sahen. Ich habe mich auf die Arbeit konzentriert, und jetzt ist es gut. Es ist eine große Sache, so vieles erfolgreich überwunden zu haben.

Kommt Schauspielerei als Beruf Ihrer Persönlichkeit entgegen?

Einhundert Prozent, ja.

Ja? Weil, eigentlich müssen Sie da ja machen, was jemand anderes Ihnen sagt.

Stimmt.

Mögen Sie das?

Ja. Es ist ja nicht wie in der Armee. Ich war ziemlich rücksichtslos, als ich jünger war, und es war eine gute Sache für mein Leben, die Disziplin zu lernen, die es braucht, um einen Film zu machen. Es hat mich in vielerlei Hinsicht gerettet.

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