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„Zwei im falschen Film“ im Kino : Der Junge ist nicht gut für dich

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Weder peinlich noch ausgedacht: Marc Hosemann und Laura Tonke in einer Szene aus „Zwei im falschen Film“ Bild: Friede Clausz Studio.TV.Film GmbH

Ist es ein Problem, sich an Liebesfilmen zu orientieren, wenn man sich fragt, was man vom Leben will? „Zwei im falschen Film“ ist selbst ein Liebesfilm und stellt sich dieser Frage – intelligent, ironisch und sehr gegenwärtig.

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          Das Paar in „Zwei im falschen Film“ von Laura Lackmann ist eigen, wundervoll eigen, und bei ihnen sitzt jeder Satz (Drehbuchpreis für die Regisseurin bei „Achtung Berlin“). Weil diese Komödie außerdem so klug ist, weiß sie genau, wie selten man das im Kino sieht – und beginnt deshalb selbst mit einer Kinoszene. Laura (Laura Tonke) und Hans (Marc Hosemann), seit acht Jahren zusammen, sehen gerade das Ende eines Liebesfilms: Musik, Strand, Heiratsantrag. Dann läuft der Abspann.

          Es ist der Abspann eines Films von Laura Lackmann. Die Hauptfigur hat Laura Tonkes Gesicht. „Mir war das einfach viel zu ausgedacht“, sagt sie später zu Hans’ Vater (Rolf Becker). „Natürlich ist das ausgedacht. Es ist ein Film“, sagt Hans’ Vater. Laura: „Aber wer braucht denn heutzutage im Film noch so ’ne verquere Romantik?“

          Ja, was braucht man heutzutage überhaupt, so im Leben und in der Liebe? Und ist es ein Problem, sich dabei an Liebesfilmen zu orientieren? Oder müssten sich einfach die Liebesfilme ändern? „Zwei im falschen Film“ denkt auf sehr intelligente, sehr ironische und sehr gegenwärtige Weise über diese Fragen nach.

          Ist Laura unzufrieden, weil sie unzufrieden ist, oder weil sie denkt, ihre Beziehung müsste anders sein, damit sie zufrieden sein kann? Ist es ein Widerspruch, dass bei ihnen im Auto immer „Time of My Life“ läuft, sie ihre Abende aber mit der Playstation auf dem Sofa verbringen? Müsste Hans nicht eifersüchtig werden, wenn Laura ihren Ex-Freund trifft? Und müsste sie sich nicht über die Rose freuen, die er ihr am gemeinsamen Jahrestag schenken will, statt den Rosenverkäufer wegzuschicken? „Mir ist das peinlich. Nimmt man nur eine Rose, ist es peinlich, nimmt man zwei, ist es peinlich, nimmt man keine, ist es peinlich – es kann für mich gar nicht gut ausgehen.“

          Kann es doch. Und wie, das ist in „Zwei im falschen Film“ weder peinlich noch ausgedacht. Wenn man heute noch eine Liebeskomödie sehen will (und natürlich will man das), dann sollte sie ziemlich genau so sein wie diese.

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