https://www.faz.net/-gqz-pyg3

Kinovorschau : Zwischen den Fronten

  • Aktualisiert am

Zwischen entflammten Fronten: Bruce Willis in „Hostage - Entführt” Bild: Warner Bros.

Bruce Willis zwischen Böse und Böse; eine drusische Braut zwischen Israel und Syrien; altes Eisen im Kampf gegen den Upgrade-Terror und ein Altwagenhändler auf dem Weg nach unten: die Kinostarts der Woche.

          5 Min.

          Bruce Willis als Spezialagent und Familienvater zwischen den Fronten von Böse und Böse; eine drusische Braut zwischen Israel und Syrien; altes Eisen im Kampf gegen den Upgrade-Terror und ein Altwagenhändler auf dem Weg nach unten: die Kinostarts in dieser Woche.

          Hostage - Entführt

          Thriller, Vereinigte Staaten 2005

          Ob das hält? Szene aus „Old Men in New Cars”

          „Heute wird niemand sterben.“ Das hatte Jeff Talley, Spezialagent und Verhandlungsführer in Geiseldramen, vor einem Jahr gesagt. Er hatte sich geirrt, konnte ein Blutbad nicht verhindern, wurde degradiert und in die Provinz versetzt. In dieser Provinz nehmen ein paar Jugendliche im festungsähnlichen Anwesen eines Buchhalters dessen Kinder als Geiseln. Für Talley geht es allerdings schnell nicht mehr allein darum, die Kinder zu befreien. Ein Verbrecher-Syndikat interessiert sich für eine ominöse DVD im Besitz besagten Buchhalters, würde sie gern in den eigenen Besitz bringen und entführt, um einerseits dieses Interesse zu bestärken, andererseits den Spezialagenten zur Kooperation zu bewegen, kurzerhand dessen Familie. Dem gelingt es zwischen den Fronten nicht, die Spirale der Gewalt zu beenden. Im Gegenteil, der französische Film- und Videospielregisseur Florent Siri läßt sein amerikanisches Debüt in einer Gewaltorgie münden. Mit Bruce Willis, Kevin Pollack u.a.

          Old Men in New Cars

          Krimikomödie, Dänemark 2002

          Wäre dieser Film nicht schon bald drei Jahre alt, man könnte ihn für eine schnelle Reaktion auf Vorfälle der jüngsten Vergangenheit halten. Schließlich geht es in Lasse Spang Olsens „Old Men in New Cars“ unter anderem um todsichere Fußballwetten, außerdem hat die Balkan-Mafia ihre Hände mit ihm Spiel. Die konfrontiert Harald, den frisch entlassenen Knacki, mit einer unangenehmen Forderung: Dreieinhalb Millionen Kronen soll Harald den Ganoven schulden, und die wollen sie jetzt zurück. Außerdem liegt Haralds krimineller Ziehvater im Sterben und braucht eine Spenderleber.

          In „Old Men in New Cars“ gibt es für Freunde der schwarzen Komödie, des dänischen Kinos oder ganz speziell des sechs Jahre alten Films „In China essen sie Hunde“ ein Wiedersehen mit Harald und seinen Kompagnons, den einfältigen Köchen Martin und Peter. Die Handlung jedoch führt die Wirrungen des Vorgängerfilms nicht fort, sondern geht ihnen voraus. Wirre Plände werden geschmiedet und bekommen es mit der Realität zu tun, Schwerverbrecher mit Bungee-Seilen aus dem Gefängnis geschossen und Frauen mit Hang zum Selbstmord entführt. Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Mit Kim Bodnia, Nicolaj Lie Kaas, Iben Hjejle u.a.

          Robots

          Zeichentrick, Vereinigte Staaten 2005

          Der Lack ist ab und die Schrauben sind locker im neuen Trickfilm des „Ice Age“-Regisseurs Chris Wedge. Die Helden dieses Films, muntere, aber ziemlich marode Metaller, kämpfen fortwährend mit chronischen Gebrechen: mit Beulen, abblätternder Farbe und rostenden Gelenken.

          Der geniale Tüftler Rodney Copperbottom zieht in die Metropole Robot City, um sein großes Vorbild, den Erfinder Bigweld, zu treffen. Doch Bigweld hat seinen Konzern in die Hände eines chromblitzenden Jungkapitalisten gelegt. Der fiese Ratchet will alle „Rusties“, die sich keine teuren „Upgrades“ leisten können, in die Schrottpresse treiben und verhindert den Verkauf günstiger Ersatzteile. Rodney verbündet sich mit einer Clique von Auslaufmodellen, die sich im Underground von Robot City verstecken - und flickt jeden zusammen, dessen Garantie abgelaufen ist.

          Die syrische Braut

          Drama, Israel / Deutschland / Frankreich 2004

          Die Religionsgemeinschaft der Drusen lebt in Israel, Syrien und dem Libanon. Mona, eine junge Drusin aus Israel, soll einen entfernten Verwandten, den syrischen Fernsehstar Tallel, heiraten. Wenn sie die Grenze nach Syrien überschreitet, wird ihre Rückkehr nach Israel umöglich. Doch daß sie nicht einmal in Syrien einreisen darf, damit hat Mona nicht gerechnet. Sie und ihre Familie geraten in die Mühlen der großen Politik.

          Weitere Themen

          Das Leben, das sie nicht wollte

          „Tatort“ aus Ludwigshafen : Das Leben, das sie nicht wollte

          Im neuen „Tatort“ feiert Ulrike Folkerts dreißigjähriges Dienstjubiläum als Kommissarin Lena Odenthal. Es verschlägt sie in die Westpfalz, wo sie einen alten Bekannten trifft. Gut enden kann das nicht.

          Tortenkunst mal anders Video-Seite öffnen

          „The Bakeking“ : Tortenkunst mal anders

          Eine Schimpansentorte in Lebensgröße - das ist die neue Kreation von Ben Cullen, der als „The Bakeking“ mit seinen Backkreationen begeistert. Auf der „Cake International“ trifft er die besten Tortenkünstler der Welt.

          Topmeldungen

          Formel 1 in Brasilien : Ferrari-Drama um Vettel und Leclerc

          Verrücktes Finale beim Formel-1-Rennen in São Paulo: Die beiden Ferrari-Piloten schießen sich gegenseitig ab und scheiden nach der Kollision aus. Der Zoff der Stallrivalen bei der Scuderia eskaliert endgültig.
          Robert Habeck wirbt in der kontroversen Debatte für den Leitantrag.

          Wirtschaftsprogramm : Die Grünen fordern mehr Verbote

          Neue Klimazölle, strenge Quoten für die Automobilindustrie und eine Anhebung des Mindestlohns. Die Grünen-Spitze um Baerbock und Habeck spricht sich für einen „Green New Deal“ aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.