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Kinovorschau : Von Totsein und Rotwein

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Zimt und Koriander

Tragikomödie, Griechenland / Türkei 2003.

Die Reise an das Sterbebett seines Großvaters nach Istanbul wird für den griechischen Astrophysiker Fanis zu einer Reise in die eigene Kindheit: Hatte Vassilis dem jungen Fanis doch einst - schließlich steckt das Wort Astronomie im Wort Gastronomie - den Weltraum anhand von Aromen und Gewürzen erklärt.

1964, als die Türkei alle Griechen zwang, das Land zu verlassen, mußte der siebenjährige Fanis nicht nur seinen Großvater, sondern auch seine Spielkameradin Saime zurücklassen. Und als er 30 Jahre später nach Istanbul zurückkehrt, steht Fanis vor der Frage, ob er sein Leben nicht zu sehr dem Weltraum und zu wenig der Würze gewidmet hat.

Latter Days

Tragikomödie, Vereinigte Staaten 2003.

Christian (Wes Ramsey) ist ein junger und gutaussehender Homosexueller in Hollywood, in dessen Leben nur zwei Dinge wichtig sind: Partys und Männer. Seinen Kellnerkollegen im Restaurant von Lila (Jaqueline Bisset) berichtet Christian jeden Morgen von seinen Erfahrungen der letzten Nacht. Als Christian den jungen und unschuldigen Mormonen Aaron (Steve Sandvoss) kennenlernt, schlägt ihm seine Mitbewohnerin Julie die Wette vor, den mormonischen Missionar zu verführen. Doch als die Sympathie der jungen Männern füreinander wächst, stehen die beiden vor einer Menge Probleme.

Nach der erfolgreichen Romantikkomödie „Sweet Home Alabama“ aus dem Jahr 2002 erzählt der amerikanische Regisseur C. Jay Cox in seinem neuesten Film von einer emotionalen Reise der beiden Hauptdarsteller auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Mondovino

Dokumentarfilm, Vereinigte Staaten / Frankreich 2004.

Regisseur Jonathan Nossiter, der zwischen Auftragsarbeiten für Hollywood und persönlichen Experimenten einen Mittelweg sucht, zeichnet in seinem Dokumentarfilm das Netzwerk der internationalen Weinindustrie nach, die längst ihren Platz in der Globalisierung gefunden hat. In dieser Welt, erfährt man, tobt ein Krieg - zwischen den großen Weingütern im kalifornischen Napa Valley oder im Bordelais, für die das Markenimage entscheidend ist, und den mittelgroßen etwa im Burgund oder auf Sardinien, für die das Anbaugebiet, das terroir ihrer Erzeugnisse im Mittelpunkt steht.

Premiere hatte diese klassischen Dokumentation des amerikanischen Regisseurs 2004 im Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes.

Jarmark Europa

Dokumentarfilm, Deutschland 2004.

Der „Jarmark Europa“ in einem ehemaligen Stadion in Warschau ist einer der größten Basare in Osteuropa. Der Film begleitet Kaleria Michajlowna, einstmals Leiterin eines russischen Krankenhauses, sowie Swetlana Anatoljewna, eine ehemalige Musiklehrerin auf dem Basar, auf ihren Reisen und zu Hause.

Die in Peru geborene Regisseurin Minze Tummescheit beobachtet das Treiben des Kleinhandels auf dem Basar. Für die Absolventin der Berliner Filmhochschule ist „Jarmark Europa“ das Dokumentarfilm-Debüt.

Mission en enfer - Mission des Grauens

Dokumentarfilm, Schweiz 2003.

Hunderte Schweizer Ärzte gingen in den Jahren Jahr 1942 und 1943 als Freiwillige für humanitäre Missionen des Roten Kreuzes an die Ostfront, um Verwundete zu pflegen. Doch der humanitäre Auftrag stellte sich als Irrtum heraus. Die Regierung hatte ihnen verschwiegen, daß sie nur als Helfer der Nationalsozialisten mißbraucht würden.

60 Jahre später erinnern sich die letzten Überlebenden in dieser Dokumentation des Schweizer Regisseurs Frédéric Gonseth an ihre Kriegserlebnisse und an die Greueltaten der Wehrmacht.

El Cid - Die Legende

Zeichentrickfilm, Spanien 2003.

Zu Beginn des elften Jahrhunderts wächst Rodrigo Diaz de Vivar am Hof des Königs von Kastilien zusammen mit dem Sohn des Königs Sancho auf. Als der König stirbt und Sancho im Brüderkrieg um den Thron getötet wird, wird Rodrigo von Sanchos Bruder und Thronfolger Alfonso Rodrigo aus Kastilien verbannt. Doch Rodrigo kämpft um seine Heimat und seine Ehre. Mit ein paar mutigen Männern zieht er in den Kampf gegen die Feinde des neuen Königs. Bei seiner Rückkehr wird er als Held gefeiert und geht als „El Cid“ in die spanische Geschichte ein.

Der spanische Film des Regisseurs und Zeichners José Pozo ist mit dem Goya Award 2003 und dem Großen Preis des International Festival of Children's Cinema 2005 in Moskau ausgezeichnet worden.

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