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Kinovorschau : Spitzel, Banküberfälle und ein Old-School-Räuber

  • Aktualisiert am

Überwacht: Sebastian Koch und Martina Gedeck in „Das Leben der anderen” Bild: AP

Im Bespitzelungsdrama „Das Leben der Anderen“ ist kein Platz für DDR-Nostalgie. Außerdem ab Donnerstag im Kino: Räuber Hotzenplotz klaut eine Kaffeemühle, und Jodie Foster klärt elegant in Manolo Blahniks einen Bankraub.

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          Im Bespitzelungsdrama „Das Leben der Anderen“ ist kein Platz für DDR-Nostalgie. Außerdem ab Donnerstag im Kino: Räuber Hotzenplotz klaut eine Kaffeemühle, und Jodie Foster klärt elegant in Manolo Blahniks einen Bankraub.

          Das Leben der Anderen

          Drama, Deutschland 2005.

          Im Banktresor: Clive Owen als Gangster
          Im Banktresor: Clive Owen als Gangster : Bild: picture-alliance/ dpa

          „Das Leben der anderen“, das Spielfilmdebüt des Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck, spielt in der DDR der achtziger Jahre, ist nicht nostalgisch, und lustig ist er auch nicht. Er macht sehr unmißverständlich klar, daß diese DDR eben nicht der vertrottelte, etwas zurückgebliebene und liebenswert stillose Staat war, als den ihn die Retroshows der letzten Jahre haben erscheinen lassen. Er hat eine Reihe von Schauspielern, die ihn tragen, aber nicht halb so viele Stars wie „Elementarteilchen“: Sebastian Koch, Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Ulrich Tukur. Er erzählt von der Allgegenwart der Bespitzelung und von einem Lauscher, der von dem, was er hört, verändert wird. Die anderen, das sind der regimetreue Dramatiker und seine Freundin, eine Schauspielerin, in die der Stasimann sich auf den ersten Spitzelblick verliebt. Er kann sie nicht retten, aber er wird dennoch seine eigene Stasi-Karriere ruinieren.

          Inside Man

          Thriller, Vereinigte Staaten 2006.

          Clive Owen schaut in Spike Lees „Inside Man“ anfangs von der Leinwand ins Publikum und verkündet, er werde den perfekten Bankraub begehen. Als Anstreicher verkleidet, dringt er mit seinem Team in eine Bank in Manhattan ein. Für die Geiseln, die sie nehmen werden, haben die Bankräuber Overalls mitgebracht, wie sie selbst sie tragen. So werden Täter und Opfer ununterscheidbar.

          Dazu kommt klar und kühl, schneidend und latent gefährlich Jodie Foster als Ermittlerin, die dem Polizisten Denzel Washington unter die Arme greift. Im Chanel-Kostüm und High Heels von Manolo Blahnik tritt sie glamouröser denn je auf und darf einmal eine richtige Bitch spielen.

          Der Räuber Hotzenplotz

          Kinderfilm, Deutschland 2006.

          Alles, was ein Märchen braucht, und einige Schauspielprominenz hat Regisseur Gernot Roll in seiner Verfilmung des ewigen Kinderbuch-Bestsellers von Otfried Preußler zusammengebracht: eine Fee (Barbara Schöneberger), einen Zauberer (Rufus Beck) - und natürlich den unverwüstlichen Räuber Hotzenplotz (Armin Rohde).

          Der hat seinem Motto „Ich raube mir, was mir gefällt“ alle Ehre gemacht und die Kaffeemühle der Großmutter (Christiane Hörbiger) geklaut. Das ruft nicht nur den Wachtmeister Dimpfelmoser (Piet Klocke) und eine Wahrsagerin (Katharina Thalbach) auf den Plan, auch Kasperl und Seppel (Martin Stührk und Manuel Steitz) machen sich auf die Jagd nach dem unverschämten Dieb.

          Dreamer - Ein Traum wird wahr

          Drama, Vereinigte Staaten 2005.

          John Gatins erzählt in seinem Regiedebüt eine Geschichte, die auf wahren Begebenheit beruht: Pferdetrainer Ben (Kurt Russell) arbeitet für einen erfolgsorientierten Stallbesitzer, der ihm eines Tages befiehlt, das Pferd Sonador wegen einer Verletzung zu töten.

          Bens Tochter Cale (bekannt aus „Krieg der Welten“: Dakota Fanning) liebt Sonador, und ihr zuliebe kündigt Ben seinen Job und päppelt das Pferd wieder auf, daß es sogar wieder bei einem Rennen teilnimmt.

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