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Kinovorschau : Showdown der Latinas

  • Aktualisiert am

Ein perfekter Platz

Komödie, Frankreich 2006.

Der Film der Regisseurin Danièle Thompson strotzt vor Paris-Klischees und spielt in der Prachtstraße „Avenue Montaigne“, wo Künstler, Kunstsammler und eine Theater-Concièrge mit ihren Problemen und Beziehungen einen kleinen Mikrokosmos bevölkern.

Jessica (Cécile de France, bekannt aus „L'Auberge Espagnole“) ist eine Exotin in der Welt der Schönen, der Begabten und Reichen wie ein Katalysator.

Das blonde Landei arbeitet als Kellnerin in dem Lokal, wo die Künstler verkehren: der zweifelnde Erfolgspianist (Albert Dupontel), die hysterische Serienschauspielerin (Valérie Lemercier), der amerikanische Regisseur (Sidney Pollack) und der krebskranke Selfmade-Millionär und Kunstsammler (Claude Brasseur). Sie alle finden nicht zuletzt durch Jessicas unbekümmerte Art zu einem besseren Leben - und die junge Frau verliebt sich in den netten Millionärs-Sohn Frédéric (gespielt von Thompsons Sohn Christopher).

Wie sehr liebst du mich?

Komödie, Frankreich 2005.

Der französische Regisseur Bertrand Blier („Zu schön für dich“) beschäftigt sich in seinen Filmen immer wieder mit den Themen Verführung, Liebe und Abhängigkeit. „Wie sehr liebst du mich?“ ist die Liebesgeschichte zwischen der Hure Daniela (Monica Bellucci) und dem schüchternen Büroangestellten François (Bernard Campan). Der kommt eines Tages durch einen Lottogewinn zu Geld und bietet Daniela an, für ein großzügiges „Gehalt“ so lange mit ihm zu leben, bis das Geld verbraucht ist.

Die Traumfrau zieht tatsächlich bei ihm ein, um die Rolle der liebenden und fürsorglichen Gefährtin zu spielen, und nach und nach wird aus dem schüchternen François ein selbstbewußter und glücklicher Mann. Doch die Freude währt nicht lange, denn Danielas Zuhälter und Freund Charlie (Gérard Depardieu) taucht auf und stört die Idylle, denn ihm paßt es gar nicht, daß seine Freundin sich ernsthaft in François zu verlieben droht.

Olga

Drama, Brasilien 2004.

Eine wahre Geschichte liegt dem Spielfilm „Olga“ des brasilianischen Regisseurs Jayme Monjardim zu Grunde. Es ist die Lebens- und Liebesgeschichte der deutschen Kommunistin und Jüdin Olga Benario Prestes. 1925 verläßt die in München aufgewachsene Olga (Camila Morgado) mit 17 Jahren ihr gutbürgerliches Elternhaus, um sich der kommunistischen Bewegung anzuschließen. Sie wird die Frau des brasilianischen Revolutionärs Luis Carlos Prestes, der als „Ritter der Hoffnung“ in seiner Heimat als Legende gilt, nachdem er in den 20er Jahren einen Offiziersaufstand anführte und dann ins Exil ging.

Olga begegnet Prestes erstmals in Moskau, wo sie bei der Kommunistischen Internationale arbeitet und militärisch ausgebildet wird. 1934 erhält sie den Auftrag, Prestes als dessen Ehefrau sicher nach Brasilien zu bringen. Aus der Farce wird ernst, beide verlieben sich ineinander und wollen eine Revolution auf den Weg bringen. Doch der Aufstand scheitert 1935, und die beiden werden ins Gefängnis geworfen. Olga, die ein Kind von Carlos erwartet, wird von Brasilien an Hitlerdeutschland ausgeliefert und 1942 von den Nazis ermordet.

Between the Lines - Indiens drittes Geschlecht

Dokumentation, Deutschland / Indien 2005.

Transsexuelle gelten in Indien als „drittes Geschlecht“ mit mythischen Wurzeln. Ihr Segen wird gesucht, ihre
Flüche werden gefürchtet. In seinem Dokumentarfilm folgt Thomas Wartmann der Fotografin Anita Khemka, die drei dieser Menschen aufsuchte und in ihrem Alltag begleitet. Laxmi, Rhamba und Asha leben am Rande der Gesellschaft, sind auf Einnahmen durch Tanzunterricht, Prostitution, Bettelei und Spenden angewiesen.

Zum Teil sind sie glücklich, leben in Würde und voller Stolz über ihre Besonderheit, aber stets droht der Absturz in Armut und Einsamkeit. Der Film zeigt die drei Frauen in Männerkörpern aus allernächster Nähe. Regisseur Thomas Wartmann erhielt für seinen Film unter anderem den Vision Award beim Max Ophüls Filmfest.

13 Lakes

Dokumentarfilm, Vereinigte Staaten 2005.

Die dreizehn schönsten Seen Amerikas (unter anderem der Lake Powell) werden in jeweils zehn Minuten langen, statischen Einstellungen gezeigt: Der Wechsel des Wetters und der Naturgeräusche bringt Dynamik in die ungewöhnliche „Diashow“ des Experimentalfilmers James Benning.

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