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Kinovorschau : Schöne Frauen, Guacamolemasken und Dino-Eier

  • Aktualisiert am

Paco muß weg - Penélope Cruz in „Volver” Bild: AP

Pedro Aldomóvar zeigt eine betörende Penélope Cruz in „Volver“. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Das Urmel taut und taucht wieder auf, dicke Freundinnen haben gewichtige Probleme, und Dave Chappelle feiert auf der Kreuzung.

          Eine betörende Penélope Cruz zeigt Aldomóvar in „Volver“. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Das Urmel taut und taucht wieder auf, dicke Freundinnen haben schwerwiegende Probleme und Dave Chappelle feiert eine Sause auf der Straßenkreuzung.

          Volver - Zurückkehren

          Komödie, Spanien 2006.

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          Raimunda (Penélope Cruz) und ihr Anhang besuchen die alte Tante Paula, die jetzt im Haus der verstorbenen Eltern wohnt. Daheim in Madrid sitzt Raimundas Mann Paco vor dem Fernseher, ein Säufer, Haustyrann und Onanist, dazu arbeitslos, der Motor künftigen Unheils. Als sie am nächsten Tag zurückkommt, hat sich Paco im Suff auf die pubertierende Tochter Paula gestürzt, die ihm kurzerhand ein Küchenmesser in den Leib gerammt hat. Jetzt muß die Leiche versteckt werden. Der Nachbar zieht ausgerechnet an diesem Abend nach Barcelona und will sein Restaurant verkaufen, in dem eine große leere Kühltruhe steht. Raimunda händigt er die Schlüssel aus und sie bringt mit Hilfe ihrer Freundinnen - eine arbeitet als Prostituierte, und eine schlägt sich als Witwe durch - das Lokal zum Laufen. So verschaffen sie dem toten Paco ein Grab. Doch dann taucht plötzlich Raimundas Mutter, die eigentlich längst tot ist, auf. In Mancha ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint. Pedro Almodóvar wurde für „Volver“ auf den Filmfestspielen in Cannes gefeiert und zweifach ausgezeichnet - und mit ihm seine Hauptdarstellerin Penélope Cruz, die aussieht wie eine spanische Sophia Loren.

          Phat Girlz

          Komödie, Vereinigte Staaten 2006.

          Jazmin (Mo'Nique Imes-Jackson) hat es nicht leicht. Sie ist zwar selbstbewußt und intelligent, doch für ihren Karriereplan reicht das nicht. Als Modedesignerin hat sie mit ihrem Übergewicht ein schweres Problem. Sie darf nicht mal ihre Kollektion für große Größen dem Modeeinkäufer (Eric Roberts) zeigen. Auch bei der Suche nach der großen Liebe sind die Pfunde eher hinderlich.

          Mit ihrer Freundin Stacey (Kendra C. Johnson) und ihrer Cousine macht Jazmin erst einmal Ferien. Zum Glück findet in ihrem Hotel eine Ärztetagung statt, deren Teilnehmer Gefallen an den großformatigen Damen finden. Regisseurin Ninegest Likké hinterfragt in ihrem Kinodebüt den Schlankheitswahn und ermöglicht den dicken Freundinnen ein Happy End.

          Dave Chappelle's Block Party

          Dokumentarfilm, Vereinigte Staaten 2005.

          Dave Chappelle ist der derzeit populärste farbige Komiker in Amerika, bei MTV hat er eine eigene TV-Show. Das Unterhaltungstalent hat sich einen langgehegten Wunsch erfüllt: Er engagierte Musiker für ein Konzert, mit denen er schon immer gemeinsam auf der Bühne stehen wollte. Für die Regie wurde der französische Regisseur und Drehbuchautor Michel Gondry („Vergiss mein nicht!“) verpflichtet, der den Film an einer Straßenkreuzung im New Yorker Stadtteil Brooklyn inszenierte.

          Chappelle stellte vier Bedingungen: seine Lieblings-Gruppen sollten dabei sein; der Ort sollte so lange wie möglich geheim bleiben; der Eintritt sollte frei sein, und es sollte keine Werbung für das Event gemacht werden. Der Film zeigt alles von den Vorbereitungen bis zum Konzert-Ereignis, dessen Höhepunkt die Wiedervereinigung der Fugees ist.

          Born to Fight

          Action, Thailand 2005.

          Phanna Rittikrai gelang vor drei Jahren mit „Ong-bak“ ein Überraschungserfolg. In „Born to fight“ übernahm der Drehbuchautor und Kameramann auch noch die Regie. Eine Gruppe Sportler reist für eine Wohltätigkeitsveranstaltung in ein Dorf. Begleitet wird sie von Kriegsveteran Daew (Dan Chupong).

          Das Dorf wird vom sogenannten General (Noppol Gomarachun), einem Drogenboß, und seiner bis an die Zähne bewaffneten Truppe beherrscht. Es kommt zu einem heftigen Gemetzel mit Gewalt-Szenen. Auf beiden Seiten kämpft man sich zum Helden, und zum Schluß wird auch noch eine Atomrakete auf Bangok abgefeuert.

          Urmel aus dem Eis

          Kinderfilm, Deutschland 2006.

          Erstmals schlüpfte das Urmel 1969 aus dem Ei. Damals wurde er als Held der gleichnamigen TV-Serie, die die Augsburger Puppenkiste nach der Geschichte von Max Kruse produziert hatte, zum Klassiker. Unter der Regie von Holger Tappe kommt das Urmel nun in einer Animations-Version in die Kinos.

          Als der Hobby-Zoologe Habakuk Tibatong am Strand von Titiwu ein Urzeit-Ei findet, läßt er es ausbrüten. Heraus kommt das kleine Urmel, das von der Inselbevölkerung fürsorglich großgezogen wird. Als König Pumponell vom Urmel hört, wird es gefährlich, denn der König ist bekannt als Sammler seltener Tiere. Prominente Sprecher sind unter anderem Wigald Boning und Anke Engelke.

          Bertolt Brecht - Bild und Modell

          Dokumentarfilm, Deutschland 2006.

          Zum 50. Todestags versuchen die beiden Regisseure Peter Voigt und Sebastian Eschenbach in Zusammenarbeit mit dem Bertolt-Brecht-Archiv und der Berliner Akademie der Künste neue Facetten von Brechts Werk zu zeigen. Filmaufnahmen, Fotografien und eine im Exil entstandene Collage-Mappe, sowie die Dokumentation einzelner Aufführungen und Arbeitsmethoden Brechts sollen den besonderen Zugang des Künstlers zu diesen Medien vermitteln.

          In einem von Harald Müller geleiteten Gespräch, das der filmischen Hommage als Rahmen dient, unterhalten sich der Brecht-Schüler Peter Voigt und der Leiter des Brecht-Archivs Erdmut Wizisla über Bertolt Brechts Gesamtwerk.

          The Giant Buddhas

          Dokumentarfilm, Schweiz 2005.

          Der Schweizer Grimme-Preisträger Christian Frei ist mit seiner vielfach preisgekrönten und Oscar-nominierten Dokumentation „War Photographer“ berühmt geworden. Vier Jahre danach hat er nun einen dokumentarischen, dabei nahezu meditativen Film gedreht, der mit außergewöhnlich schönen Bildern an eine grausame Aktion erinnert, die die Taliban-Regierung ein halbes Jahr vor den Anschlägen von New York und Washington in Auftrag gegeben hatte.

          Zwei riesige Buddha-Statuen im Bamiyan-Tal in Afghanistan wurden gesprengt und damit wertvolles Weltkulturerbe unwiederbringlich zerstört. Frei verurteilt den Terror-Akt jedoch nicht; er läßt Vertreter verschiedener Ansichten zu Fragen der Religion, der Kultur und der Politik zu Wort kommen.

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