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Kinovorschau : Piraten und die Elbe

  • Aktualisiert am

Eine Schülerin, die nicht anders will - eine Lehrerin, die nicht anders kann: „Loving Annabelle” Bild: pro-fun

Johnny Depp tänzelt wieder als Jack Sparrow auf der wilden See in Richtung Ende der Welt, während Freunde von Clash-Frontmann Joe Strummer über eine wilde Musikerexistenz erzählen. Außerdem ab Donnerstag im Kino: die Geschichte über die Liebe einer Lehrerin und ihrer Schülerin.

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          Johnny Depp tänzelt wieder als Jack Sparrow auf der wilden See, diesmal in Richtung Ende der Welt. Während Freunde von Clash-Frontmann Joe Strummer über seine wilde Musikerexistenz erzählen. Außerdem ab Donnerstag im Kino: die Geschichte über die geheime Liebe einer Lehrerin und ihrer Schülerin.

          Loving Annabelle

          Drama, Vereinigte Staaten 2006

          Kapitän Barbossa und Kapitän Jack Sparrow in „Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt”

          Ein Geheimnis verbindet die Beiden - die Liebe zueinander. Während Annabelle versucht, jeden Tag aufs Neue die Regeln des streng geführten Mädcheninternats zu durchbrechen, wächst in ihrer Lehrerin Simone Bradley das unbestimmte Gefühl, bisher ein Leben voller Zugeständnisse gelebt zu haben. Beide begegnen sich. Beobachten sich. Bemerken eine innere Verbundenheit, bleiben aber auf Distanz. Was, wenn Simones Freund Michael etwas bemerkt? Was, wenn die Internatsleitung davon erfährt? Erst war Annabelle eine Schülerin unter vielen; langsam wird sie eine Vertraute und sie kommen sich näher. So nah, dass die Zeit stehen zu bleiben scheint und es keinen Anfang oder Ende geben wird. Aber die Realität holt beide unnachgiebig ein.

          Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt

          Abenteuer, Vereinigte Staaten 2007

          Der Abschluss der Piratentrilogie um Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) führt den Kapitän und seine Freunde ans Ende der Welt. Neben Depp sind auch Keira Knightley und Orlando Bloom wieder mit von der Partie.

          Viel scheint der Verleih ja nicht von seinen „Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt“ zu halten, wenn er darauf verzichtet, den Film so rechtzeitig zugänglich zu machen, dass auch andere Medien als Tageszeitungen über ihn berichten können. Wer 225 Millionen Dollar investiert und in seiner Sequelmanie schon über Teil vier nachdenkt, bevor er das Geld für Teil drei eingesammelt hat, der ist offenbar so nervös, dass er sich sogar vor Kritikerurteilen fürchtet, die auf Erfolg oder Misserfolg solcher Blockbuster bekanntlich nicht den geringsten Einfluss haben.

          El Custodio - Der Leibwächter

          Drama, Argentinien 2005

          Als Leibwächter ist es Rubéns Aufgabe, den argentinischen Minister für Planung ständig zu bewachen. Wenn der Minister aus dem Auto steigt, steigt Rubén aus dem Auto. Wenn der Minister links abbiegt, biegt Rubén links ab. Er steht immer hinter oder neben ihm und ist doch für sein Umfeld nahezu unsichtbar. Wie ein Schatten folgt der Leibwächter Rubén hochkonzentriert Tag für Tag seinem Schützling.

          Nie mischt er im Geschehen mit, diskret, teil-nahmslos und schweigsam erledigt er seinen Job. Seine eigene Persönlichkeit scheint da-hinter zurückzutreten. Seine Familie - eine labile, wie ein Wasserfall redende Schwester und eine überspannte Nichte - bringt ihm weder Freude noch schenkt sie ihm Nähe. Rubén er-scheint wie ein Fremder in seinem eigenen Leben. Bis er eines Tages eine Lösung für sein Dilemma findet, die wie eine Befreiung wirkt und ihn zum Akteur werden lässt.

          Elbe

          Drama, Deutschland 2006

          Kowsky und Gero sind befreundete Binnenschiffer. In ihrer Dresdner Heimat werden sie allerdings nicht mehr gebraucht. Also brechen sie gemeinsam auf, um in Hamburg ihr Glück zu suchen. Ihre Reise in ein neues Leben beginnen sie natürlich auf dem Wasser.

          Regisseur Marco Mittelstaedt („Jena Paradies“) schildert in seinem Drama die Freundschaft der beiden ungleichen Männer. Während sie zusammen einer ungewissen Zukunft entgegen schippern, lernen sie sich inmitten der Flusslandschaft von einer ganz neuen Seite kennen.

          Vinci

          Komödie, Polen 2004

          Meisterdieb Cuma hat zwei Leidenschaften: Kunst jeder Art und selbige zu stehlen. Je unlösbarer die Aufgabe, umso größer der Kick. Für einen seiner Adrenalinstöße landet er auch prompt in einem Krakauer Gefängnis, aus dem er überraschend auf Bewährung entlassen wird.

          Wieder in Freiheit plant er seinen letzten großen Coup. Kein geringeres Gemälde als Leonardo da Vincis „Die Frau mit dem Hermelin“ soll der Abschluss seiner Karriere sein.

          Der Traum

          Drama, Dänemark 2005

          Dänemark, Ende der 60er Jahre: Das Leben von Frits verändert sich für immer, als er eine verkratzte Schallplatte mit Martin Luther Kings Rede „I have a dream“ anhört. Frits verfolgt auf dem ersten Fernseher der Familie die Protestbewegung der 68er Jahre und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Er ist begeistert von Rock'n'Roll, seinem neuen Hippie-Lehrer und der Aufbruchsstimmung einer ganzen Generation.

          Doch sein Glaube an Gerechtigkeit gerät ins Wanken, als er Opfer der brutalen Wutattacken des Schuldirektors Lindum-Svensson wird. Frits benennt sich in Martin um - und beginnt zu träumen: von einer Schule ohne Angst. Seine glühende Bewunderung für Martin Luther King gibt im die Kraft zur Rebellion gegen die scheinbar unanfechtbare Obrigkeit. Dabei wird nicht nur sein Mut auf eine harte Probe gestellt, sondern auch seine Eltern, Mitschüler und Lehrer werden gezwungen, Stellung zu beziehen.

          Joe Strummer: The Future Is Unwritten

          Dokumentarfilm, Irland, Großbritannien 2007

          Der Film porträtiert den Musiker Joe Strummer, der Frontmann von The Clash war. Bekannt wurde die Band vor allem durch „London Calling“ und „Should I Stay Or Should I Go“. Strummers Ideen, Erfahrungen und Erfolge sind der Brennpunkt der Geschichte.

          Vier Jahre nach seinem Tod befragt die Regisseurin Julien Temple Weggefährten und Freunde von Strummer wie Bono von U2, Matt Dillon, Johnny Depp, Jim Jarmusch, John Cusack oder die Weinstein-Brüder.

          Kurz davor ist es passiert

          Dokumentarfilm, Österreich 2006

          „Kurz davor ist es passiert“ ist ein Film von Anja Salomonowitz über das globale Phänomen des Frauenhandels. Er basiert auf realen Erzählungen gehandelter Frauen, aus denen die Regisseurin ein dokumentarisches Drehbuch erarbeitet hat.

          Die Geschichten werden nicht von SchauspielerInnen, sondern von Menschen nacherzählt, die mit den Ereignissen und Orten des Films in einer Beziehung stehen könnten: ein Zöllner, eine Dorfbewohnerin, ein Bordell-Kellner, eine Diplomatin und ein Taxi-Chauffeur.

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