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Kinovorschau : Hundeleckerlis, schöne Maklerinnen und Soldaten

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„Krass“ ist, dass Augusten vom Psychiater seiner Mutter adoptiert wird, in dessen Familie man Hundefutter nascht. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Gérard Depardieu als Schnulzensänger und Clint Eastwoods Oscar-Favorit.

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          „Krass“ ist, dass Augusten vom Psychiater seiner Mutter adoptiert wird, in dessen Familie man Hundefutter nascht. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Gérard Depardieu als Schnulzensänger, Clint Eastwoods Oscar-Favorit, Will Smith als Börsenpraktikant und Hugh Jackman im Jahr 2500.

          Krass

          Drama, Vereinigte Staaten 2006.

          Milan trifft im Wald Ilonka und ahnt, was Liebe ist
          Milan trifft im Wald Ilonka und ahnt, was Liebe ist : Bild: Novapool

          Augusten (Joseph Cross) gerät als Teenager im Ehekrach seiner Eltern zwischen die Fronten. Sein Vater Norman (Alec Baldwin) ist Alkoholiker, seine Mutter Deirdre (Annette Bening, „American Beauty“) eine narzisstisch gestörte Persönlichkeit, die sich ausschließlich für sich selbst interessiert und ihren Sohn sträflich vernachlässigt. Augusten wird von der Familie des Therapeuten seiner Mutter adoptiert. Dabei lernt er eine Menge gestörter Menschen kennen, gewinnt aber auch zwei verrückte Schwestern (Evan Rachel Wood und Gwyneth Paltrow) hinzu. Drehbuchautor und Regisseur Ryan Murphy hat sich mit einer satirischen TV-Serie („Nip/Tuck“) einen Namen als schonungsloser Entlarver menschlicher Schwächen gemacht. Sein Kinodebüt basiert auf der autobiographischen Buchvorlage von Augusten Burroughs.

          Chanson d' Amour

          Komödie, Frankreich 2006.

          Regisseur Xavier Giannoli war mit „Chanson d'Amour“ für die Goldene Palme nominiert. Er erzählt die Geschichte des alternden Schnulzensängers Alain (Gérard Depardieu), der seine treuen weiblichen Fans mit Auftritten in der Provinz beglückt, als privater Mensch jedoch einsam ist.

          Als Alain die junge Maklerin Marion (Cécile de France, „L'Auberge espagnole“) kennen lernt, stürzt er in ein unerwartetes Gefühlschaos. Der in die Jahre gekommene Alain verliebt sich Hals über Kopf. Da er sich wenig Hoffnungen macht, Marion für sich zu gewinnen, lässt er keine Hausbesichtigung aus, nur um ihr nah zu sein.

          Flags of Our Fathers

          Kriegsfilm, Vereinigte Staaten 2006.

          Clint Eastwoods neueste Regiearbeit gilt als Favorit für die bevorstehende Vergabe der Oscars. Das Drehbuch zu „Flags of Our Fathers“ von Paul Haggis („L.A. Crash“) und William Broyles jr. beruht auf dem gleichnamigen Buch von James Bradley. Es geht um einen der brutalsten Kämpfe am Ende des Zweiten Weltkrieges - die Schlacht von Iwo Jima zwischen amerikanischen und japanischen Soldaten. Dort entstand am 23. Februar 1945 ein Bild, das in die Geschichte einging.

          Die Aufnahme zeigt sechs amerikanische Soldaten, die nach einem blutigen und verlustreichen Kampf als Zeichen der Eroberung auf Iwo Jima das Sternenbanner hissen. Von diesem Bild ausgehend wird von der Schlacht selbst und vom Leben danach am Beispiel der drei Überlebenden John (Ryan Phillippe), Rene (Jesse Bradford) und Ira (Adam Beach) erzählt: wie die Männer als Helden gefeiert und vermarktet werden und wie sie von ihren Schuldgefühlen und Traumata der Kriegserlebnisse nicht loskommen.

          Das Streben nach Glück

          Drama, Vereinigte Staaten 2006.

          In der ersten amerikanischen Filmproduktion des italienischen Regisseurs Gabriele Muccino („Ein letzter Kuss“), beweist Will Smith („Ali“) aufs Neue seine Qualität in einer ernsten Rolle. In „Das Streben nach Glück“, dessen Originaltitel „The Pursuit of Happiness“ lautet, spielt er den intelligenten und begabten Christopher, der im Eiltempo in die existenzielle Hölle stürzt.

          Er verliert seinen Job, seine Frau Linda (Thandie Newton) verlässt ihn, und plötzlich steht er ohne Geld und Wohnung auf der Straße. Dennoch verliert er weder Hoffnung noch Kampfgeist, denn er trägt als allein erziehender Vater Verantwortung für seinen fünfjährigen Sohn (gespielt von Smiths eigenem Sohn Jaden). Chris zieht von New York nach San Francisco und wagt den Neuanfang - zunächst als Praktikant an der Börse.

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