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Kinovorschau : Große Taten, wenig Worte

  • Aktualisiert am

Finnische Romantik: Maria Järvenhelmi und Janne Hyytiäinen Bild: dpa

In Aki Kaurismäkis „Lichter der Vorstadt“ wird ein Unschuldiger von seiner Geliebten ins Gefängnis gebracht. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Brad Pitt und Cate Blanchett in der Einöde, eine Ratte adoptiert eine häßliche Ente und Weihnachtskitsch.

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          In Aki Kaurismäkis „Lichter der Vorstadt“ wird ein Unschuldiger von seiner Angebeteten ins Gefängnis gebracht. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Brad Pitt und Cate Blanchett in der Einöde, eine Ratte, die ein häßliches Entlein adoptiert - und Weihnachtskitsch.

          Lichter der Vorstadt

          Drama, Finnland 2006.

          Cate Blanchett und Brad Pitt in „Babel”

          Koistinen (Janne Hyytiäinen) ist Wachmann in Ruoholahti, einem Neubauviertel von Helsinki. Seine Kollegen reißen Witze über ihn, am Tisch in der Kneipe kriegt er keinen Platz, er wird zur Seite gedrängt und kriegt eine Toilettentür in den Bauch. In einer Bar spricht er die blonde Mirja (Maria Järvenhelmi) an. Die Handlangerin des Juwelendiebes Lindholm jubelt Koistinen nach einem Coup einen Teil der Beute unter und ruft die Polizei, worauf er für zwei Jahre ins Gefängnis muß. Der finnische Regisseur Aki Kaurismäki („Der Mann ohne Vergangenheit“) zeichnet ein zugleich nostalgisches und erbittertes Bild von seiner Heimat.

          Babel

          Drama, Vereinigte Staaten 2006.

          „Babel“ ist nach „Amores Perros“(2000) und „21 Gramm“(2003) der letzte Teil der Filmtrilogie des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritubei. Für „Babel“, in dem er thematisiert, welche Schwierigkeiten die Menschen in einer globalisierten Welt haben, einander zu verstehen und zueinander zu finden, wurde er in Cannes bereits als bester Regisseur ausgezeichnet.

          In einem Gewehr, an dem zwei Hirten hantieren, löst sich in der marokkanischen Wüste ein Schuß. Die Kugel durchschlägt die Scheibe eines Busses und trifft die amerikanische Touristin Susan (Cate Blanchett), deren Ehemann Richard (Brad Pitt) versucht, ohne ärztliche Hilfe in der totalen Ödnis ihr Leben zu retten. An Schauplätzen in unter anderem Japan und Mexiko geht es um Menschen, deren Leben sich durch diesen einen in Marokko abgefeuerten Gewehrschuß verändert, die einander jedoch niemals begegnen.

          Das häßliche Entlein & Ich

          Trickfilm, Dänemark / Deutschland / Frankreich / Irland 2006.

          Hans Christian Andersens Märchenklassiker vom häßlichen Entlein liefert diese Vorlage für die moderne Animationsversion. Das Regieduo Michael Hegner und Karsten Killerich („Hilfe, ich bin ein Fisch“) erzählt eine witzige Variation der Geschichte in einem zeitgemäßen Kontext.

          Die ausgebuffte Stadtratte Ratso ist auf der Flucht vor einer Bande und landet in einem Entengehege. Als Ratso dort mit einem Ei ertappt wird, behauptet er einfach, der Vater zu sein und erklärt das geschlüpfte Entlein Ugly zu seinem Sohn. Als Ugly ins Teeniealter kommt, fliegen zwischen Vater und Sohn die Fetzen. Unter anderem haben Rick Kavanian und Wilson Gonzales Ochsenknecht den Figuren ihre Stimme geliehen.

          Flicka - Freiheit. Freundschaft. Abenteuer.

          Drama, Vereinigte Staaten 2006.

          Die dritte Verfilmung des erfolgreichen Jugendbuchklassikers „My friend Flicka“ von Mary O'Hara hat Regisseur Michael Mayer vorgenommen. Die 16jährige Katy (Alison Lohman) kehrt nach dem Abschluß an einer Privatschule auf die Pferde-Ranch der Eltern zurück.

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