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Kinovorschau : Fledermäuse gaben ihm den Rest

  • Aktualisiert am

Gerettet: Christian Bale und Katie Holmes in „Batman Begins” Bild: Reuters

Klein-Batman hatte es auch nicht leicht. Was wir sonst noch in den neuen Kinofilmen dieser Woche lernen: Auch Scheidungsanwälte küßt man besser nicht, und in Bosnien spielt die Blasmusik.

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          Klein-Batman hatte es auch nicht leicht. Was wir sonst noch von den neuen Kinofilmen dieser Woche lernen: Auch Scheidungsanwälte küßt man besser nicht, und in Bosnien spielt die Blasmusik, in der Bretagne liebt man heimlich, und zum Bloomsday schafft es auch der Dubliner Irrläufer auf die Leinwand.

          Batman Begins

          Actionfilm, Vereinigte Staaten 2005.

          Wenn es zwsichen Scheidungsanwälten funkt: Pierce Brosnan und Julianne Moore in „Laws of Attraction”

          Daß Batman eine harte Kindheit hatte, war ja abzusehen. Der fünfte Batman-Film in sechzehn Jahren klärt jetzt darüber auf, wie schlimm es damals wirklich war, als Klein-Bruce nicht nur von fiesen Fledermäusen drangsaliert wurde, sondern auch noch die Ermordung der eigenen Eltern mitansehen mußte, als er erst in einem buddhistischen Kloster wieder halt fand - und jenen mysteriösen Lehrmeister, der ihm dabei half, das zu werden, was zu werden er geschworen hatte: ein unerbittlicher Bekämpfer des Bösen, vor allem in Gotham City, seiner Heimatstadt. Mit Christian Bale, Katie Holmes, Michael Caine, Liam Neeson und Morgan Freeman.

          Laws of Attraction

          Komödie, Vereinigte Staaten 2004.

          Vor Gericht kämpfen die Scheidungsanwälte Daniel und Audrey für ihre Mandanten und gegeneinander. Wie groß ist da das Entsetzen der disziplinierten Audrey, als sie eines morgens erkennen muß, just mit jenem charmanten Leichtfuß die Nacht verbracht zu haben, der tagsüber ihr Konkurrent und Widersacher ist.

          Natürlich kommt es noch dicker: Die beiden vertreten einen Rockstar und eine Modedesignerin, die sich am Ende ihrer Ehe um ein Schloß in Schottland streiten. Da hilft nur ein Ortstermin, und zu dem müssen die beiden Anwälte natürlich mitkommen. Was aus dieser Dienstreise folgt, ist nicht schwer zu erraten. Mit Pierce Brosnan, Julianne Moore und Michael Sheen.

          Das Leben ist ein Wunder

          Komödie, Frankreich / Serbien und Montenegro 2004.

          Ausgerechnet eine Eisenbahnstrecke zwischen Bosnien und Serbien will Ingenieur Luka aus Belgrad im Jahr 1992 bauen, als am Horizont - Vorboten der Kriege der kommenden Jahren - bereits politische Gewitterwolken aufziehen. Dann läuft ihm im bosnischen Grenzort seine Frau davon. Die frustrierte Opernsängerin brennt mit einem feurigen ungarischen Musiker durch. Und Luka lernt eine blonde Bosnierin kennen, die so gar nicht den hinlänglichen Vorstellungen von einer muslimischen Frau entspricht.

          Auch seinen neuen Film hat Emir Kusturica mit einer Vielzahl skurriler Gestalten bevölkert - einem verhinderten Fußballstar, einem korrupten Bürgermeister, einem liebeskranken Esel. Angereichert mit eindrucksvoller Blasmusik, erzählt „Das Leben ist ein Wunder“ von den grotesken, melodramatischen Seiten der Kriegswirren.

          Die Frau des Leuchtturmwärters

          Drama, Frankreich 2004.

          Den Algerienkriegsveteran Antoine verschlägt es auf die bretonische Insel Ouessant, wo er das Team um den Leuchtturmwärter Yvon verstärken soll und sich in dessen Frau Mabé verliebt.

          Deren Tochter Camille entdeckt diese Geschichte, als sie nach dem Tod der Mutter auf die Insel zurückkehrt, um das Häuschen der Eltern zu verkaufen. Ein Film über Heimat und Fremde. Und die Liebe. Mit Sandrine Bonnaire, Grégori Derangère und Philippe Torreton.

          Bloom

          Drama, Irland 2003.

          So ist es eben mit den unverfilmbaren Stoffen der Weltliteratur: Irgendwann kommt ein unerschrockener Regisseur daher und denkt, das wollen wir erst einmal sehen. Ob wir das Ergebnis dann wiederum sehen wollen, steht auf einem anderen Blatt.

          Immerhin zehn Jahre Vorbereitung hat die junge irische Regisseurin Sean Walsh auf ihre Verfilmung von James Joyces alle Formen sprengenden Roman „Ulysses“ verwendet, der den Annoncenakquisiteur Leopold Bloom am 16. Juni 1904 durch die Straßen Dublins begleitet. Literaturliebhaber begehen diesen Tag alljährlich als „Bloomsday“, und es trifft sich immerhin gut, daß an diesem Tag auch dieser Film mit Stephen Rea, Angeline Ball, Hugh O'Conor und Neili Conroy in die deutschen Kinos kommt.

          The Corporation

          Dokumentarfilm, Kanada 2003.

          Es ist eine der dominanten Institutionen unserer Zeit, es bestimmt unser Leben, wir schreiben ihm Entscheidungen zu, als wäre es eine lebende Person: das Unternehmen. Der vielfach ausgezeichnete kanadische Dokumentarfilm „The Corporation“ zeigt das Unternehmensbild in Popkultur, Werbung und Nachrichten und befragt vierzig Unternehmensinsider und -kritiker, darunter Milton Friedman, Noam Chomsky, Naomi Klein und Michael Moore.

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