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Kinovorschau : Einmal Jenseits und zurück

  • Aktualisiert am

Zwei, die sich fanden: Engelke und Schmidt im Dietl-Film Bild: dpa

Gisèle Bündchen wird kriminell, und Audrey Tautou ermittelt. Jim Carrey will drei Kinder ins Jenseits schicken und Alexandra Maria Lara ihren Moritz Bleibtreu aus der Unterwelt zurück. Die Kinostarts der Woche.

          Gisèle Bündchen wird kriminell, und Audrey Tautou spielt Detektivin. Jim Carrey will drei krude kleine Kinder ins Jenseits schicken, und Alexandra Maria Lara ihren Moritz Bleibtreu just aus der Unterwelt zurückholen. All das ab Donnerstag im Kino:

          Formula 17

          Komödie, Taiwan 2004.

          Jacques Gamblin in „25 Grad im Winter”

          Der junge Tien reist in die Großstadt, wo er hofft, die Liebe zu finden. Tatsächlich begegnet er sofort Bai - aber der, warnen ihn seine Freunde, ist ein unverbesserlicher Playboy und Herzensbrecher. Regie D. J. Chen und Yin-jung Chen, mit Tony Yang, Duncan und Chin King.

          25 Grad im Winter

          Komödie, Belgien / Frankreich / Spanien 2004.

          Vier Menschen in einem Auto reisen durch einen belgischen Winter, der viel zu warm ist. Ein Mann, seine Tochter, seine Mutter und eine junge Ukrainerin, die ihren verschwundenen Mann sucht. Stéphane Vuillet drehte mit Carmen Maura, Jacques Gamblin und Ingeborga Dapkunaite.

          Die Grauzone

          Drama, Vereinigte Staaten 2001.

          Der amerikanische Schauspieler und Dramatiker Tim Blake Nelson hat sein Theaterstück von 1996 für seinen Film „Die Grauzone“ adaptiert. Er handelt von jüdischen Sonderkommandos, deren Mitglieder ihr Leben um ein paar Monate verlängerten, indem sie zu Handlangern der Nazis wurden. Im Oktober 1944 riskierten sie den einzigen Häftlingsaufstand in Auschwitz-Birkenau. Nelson, der aus einer jüdischen Familie stammt, die vor dem Holocaust gerade noch fliehen konnte, hat nicht nur Stars wie Harvey Keitel, Steve Buscemi oder Mira Sorvino verpflichtet, er legt auch eine merkwürdige Unbefangenheit an den Tag, wenn er die Öfen, die Gaskammern und die Beseitigung der Leichen zeigt. Als wäre es nicht die Stärke von „Schindlers Liste“ gewesen, all das gerade nicht zum Teil einer wie genau auch immer historisch verbürgten „Fiction“ zu machen und doch jederzeit spüren zu lassen. In dem Film, der am sechzigsten Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz ins Kino kommt, ist alles gut gemeint - aber das ist halt doch immer noch das Gegenteil von gut.

          Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse

          Komödie, Vereinigte Staaten 2004.

          So kann's gehen: Nach dem rätselhaften Baudelaire-Brand sind die drei hochbegabten Baudelaire-Kinder zu Baudelaire-Waisen geworden. Und landen in der Obhut ihres Onkels Olaf, der es, genau, nicht nur auf das Erbe der Armen abgesehen hat, sondern ihnen auch noch nach dem Leben trachtet. Das klingt trist, und Regisseur Brad Silberling hält seinen Film auch entsprechend größtenteils in Grautönen. Nach „The Grinch“ tritt Jim Carrey abermals in der Verfilmung eines Kinderbuchs auf; hier spielt er den bösen Graf Olaf. Jude Law spielt den Erzähler und Autor Lemony Snicket.

          Mathilde - Eine große Liebe

          Drama, Frankreich / Vereinigte Staaten 2004.

          Durch ihre Rolle in „Die fabelhafte Welt der Amélie“ ist Audrey Tautou von einer jungen Schauspielerin zu einem Gesicht geworden, das ganz Frankreich kennt. In Jean-Pierre Jeunets neuem Film folgt der Zuschauer den Irrwegen und falschen Fährten der Erzählung, weil Audrey Tautous Gesicht nicht bloß eine Projektionsfläche für französische Träume oder Wünsche ist, sondern weil es einfach leuchtet; weil es eine Freude ist, ihrer Mathilde zuzusehen, wie sie nach dem Krieg mit ihrer Unbeugsamkeit, ihrem Trotz und kindlichen Aberglauben daran festhält, daß ihr Verlobter Manech (Gaspard Ulliel) noch am Leben ist.

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