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Kinovorschau : Ein Kuß mit verheerenden Folgen

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Lindsay Lohan wird das Glück entführt - andere entführen den Chef der Telekom. Superman kann Krypton nicht mehr finden, und ein Junge aus der oberbayerischen Provinz bemüht sich um Unsterblichkeit. Die Kinostarts.

          Lindsay Lohan wird das Glück entführt - andere entführen den Chef der Telekom. Superman kann Krypton nicht mehr finden und ein Junge aus der oberbayerischen Provinz bemüht sich um Unsterblichkeit. Die Kinostarts.

          Superman Returns

          Action/Comic-Verfilmung, Vereinigte Staaten 2006

          Fünf Jahre ist es her, daß Superman (Brandon Routh) die Erde vor Gangstern und verheerenden Katastrophen schützte. Denn in der Zwischenzeit war der „Mann von morgen“ alias Clark Kent im All unterwegs und fahndete dort nach Spuren seiner Vergangenheit. Aber von seinem Heimatplaneten Krypton fehlt jede Spur. Als er endlich nach Metropolis zurückkehrt, muß er erkennen, daß sich einiges verändert hat: Clarks große Liebe Lois Lane (Kate Bosworth) hat einen Sohn und ist mit dem Neffen seines cholerischen Chefredakteurs verlobt. Zu allem Überfluß ist auch noch Supermans Erzfeind Lex Luthor (Kevin Spacey) aus dem Gefängnis entlassen worden und strebt mit Hilfe einer Handvoll außerirdischer Kristalle die Weltherrschaft an. Für den Stählernen der Beginn eines halsbrecherischen Rettungsmarathons.

          Der Hals der Giraffe

          Drama, Frankreich/Belgien 2003

          Die kleine Mathilde (Louisa Pili) lebt mit ihrer Mutter (Sandrine Bonnaire) in Paris. Der Alltag der Alleinerziehenden ist für die Tochter oft unbequem - Mathilde läuft weg. Sie flüchtet ins Altersheim zum Großvater (Claude Rich), der ihr Geschichten von Madeleine (Monique Méliand) erzählt. Madeleine ist Mathildes Großmutter, die vor 30 Jahren von ihrem Mann verjagt wurde, weil sie eine Affäre hatte. Mathilde und ihr Opa beschließen, Madeleine zu suchen, die in Spanien leben soll. An der Grenze werden sie von Mathildes Mutter eingeholt, die sich nun ihrer Vergangenheit stellt und mit ihrer Tochter ein neues Leben in einem kleinen spanischen Dorf beginnen möchte. Und Madeleine wird natürlich auch noch von Mann, Tochter und Enkelin gefunden. Leider fällt die Begegnung aber ganz anders als erwartet aus.

          Die Quereinsteigerinnen

          Komödie, Deutschland 2005

          Der Film spielt irgendwo in Holstein. Die Idee ist der reine Irrsinn. Zwei junge Frauen (Nina Proll und Claudia Basrawi) entführen den Chef der Telekom und verlangen die Wiederaufstellung der gelben Telefonzellen. „Da ist nichts, was auf mich den Eindruck von Professionalität macht“, sagt der Entführte, der schneller vom Stockholm-Syndrom befallen wird, als es das Psychologielehrbuch erlaubt, und wie Regisseur Knepperges ihn spielt, das ist ein besonderer Fall von vorsätzlichem Laienspiel: Er ist sich seiner schauspielerischen Grenzen viel zu bewußt, um unfreiwillig komisch zu wirken.

          Das ist überhaupt der besondere Dreh des Films: daß er mit einer enormen Versiertheit die Unprofessionalität feiert, daß er aus seinem Geldmangel ein Alleinstellungsmerkmal macht und daß Schauspielerinnen wie Nina Proll dabei sichtbar Spaß am Amateurstatus haben. Man ertappt sich, wie man immer wieder leise in sich hineinkichert, und begreift, daß es gar nicht so leicht ist, die Balance zwischen unfreiwilliger Komik und den Komödienkonventionen zu halten. Und wo andere Filme sich beflissen um Retro-Chic mühen, da nehmen „Die Quereinsteigerinnen“ einfach ein Ferienhaus und ein paar alte Schallplatten, die Kostümbildnerin besorgt ein paar passende Kleider aus den Siebzigern, und Claudia Basrawi improvisiert einen Monolog über Uruguay, wo man angeblich alte Autos repariert, um sie vierzig Jahre lang fahren zu können, und ansonsten friedlich im Café sitzt. Das ist der Stand der Utopie, und das ist auch die Haltung des Films: Er produziert ein Surrogat, und dieses Surrogat hat Substanz.

          Emmas Glück

          Drama, Deutschland 2006

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