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Kinovorschau : Ein alter Sack und andere Modesünden

  • Aktualisiert am

Modesünden sind unverzeihlich: Meryl Streep rügt Anne Hathaway Bild: Foxfilm

Meryl Streep gibt sich in „Der Teufel trägt Prada“ diabolisch, Anne Hathaway umso unschuldiger. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Ein alter Sack wird lebendig begraben, ein Kind schrumpft zur Ameise, und Al Gore hält einen Diavortrag.

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          Meryl Streep gibt sich in „Der Teufel trägt Prada“ diabolisch, Anne Hathaway umso unschuldiger. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Ein alter Sack wird lebendig begraben, ein Kind schrumpft zur Ameise, und Al Gore hält einen Diavortrag.

          Der Teufel trägt Prada

          Komödie, Vereinigte Staaten 2006.

          Über den Wolken: Kleines Arschloch mit altem Sack

          „Der Teufel trägt Prada“ von Regisseur David Frankel („Sex in the City“) handelt vom flüchtigen Zauber der Modewelt und ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lauren Weisberger, die im wirklichen Leben mal Assistentin von Anna Wintour war, der Chefredakteurin der amerikanischen „Vogue“. Deshalb gilt ihr Buch als Enthüllungsroman und hat bei seinem Erscheinen 2003 für einigen Wirbel gesorgt. Die Chefredakteurin Miranda Priestly (gespielt von „The Hours“-Protagonistin Meryl Streep) beherrscht die hohe Kunst, Menschen von oben herab anzusehen, selbst wenn die deutlich größer sind als sie, und hat die Angewohnheit, jeden Dialog mit einem knappen „danke, das war's“ zu beenden. Die rücksichtslose Chefin schikaniert grausam ihre bedauernswerte Assistentin Andy Sachs (Anne Hathaway, zuletzt als Betrogene in „Brokeback Mountain“ zu sehen). Die süße und unschuldige Andy ist das Aschenputtel im „Vogue“-Milieu und lernt, daß Kleidergröße 34 wichtiger ist als ein gutes Herz.

          Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße

          Zeichentrick, Deutschland 2006.

          „Das kleine Arschloch“ entstammt der Figurenwelt von „Käpt'n Blaubär“-Erfinder, Zeichner und Romanautor Walter Moers. Michael Schaack und sein Team von der Hamburger Trickcompany, die zuletzt „Das kleine Arschloch“ auf die Leinwand gebracht haben, verfilmten auch den zweiten Teil mit prominenten Sprechern wie Dirk Bach, Ralph Morgenstern und Badesalz.

          Bei der Beerdigung von Frau Mövenpick fällt der Alte Sack (gesprochen von Helge Schneider), Großvater des Kleinen Arschlochs (mit der Stimme von Ilona Christina Schulz), aus Versehen in den Sarg und wird lebendig begraben. Als er statt im Himmel, in der Hölle landet, versucht das kleine Arschloch mit Hilfe seines Hundes, ihn mit den obskursten Mitteln wieder zurück ins Leben zu holen.

          Der Wind

          Drama, Argentinien / Spanien 2005.

          Der argentinische Regisseur Eduardo Mignogna hat in „Der Wind“ die Entfremdung zwischen den Generationen und die Unterschiede von Stadt- und Landbewohnern zum Thema gemacht. Alina (Antonella Costa, bekannt aus „Die Reise des jungen Che“) lebt in Buenos Aires und arbeitet als Ärztin. Das Verhältnis zu ihrer Familie ist zerrüttet, denn sie weiß nicht, wer ihr Vater ist.

          Als eines Tages Alinas Großvater Frank (Federico Luppi) aus seinem Dorf in Patagonien anreist, um seine Enkelin vom Tod ihrer Mutter zu informieren, brechen alte Konflikte wieder auf. Alina ist ihrem Großvater gegenüber verschlossen, da sie vermutet, daß er mehr über ihre Herkunft weiß, als er zugibt.

          Lucas der Ameisenschreck

          Trickfilm, Vereinigte Staaten 2006.

          Regisseur John A. Davis („Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder“) erzählt in „Lucas der Ameisenschreck“ vom zehn Jahre alten Lucas, der in seinem Viertel und in der Schule Zielscheibe für Hänseleien ist. Seine Wut läßt er an einer Ameisenarmee aus, deren Hügel er im Garten unter Wasser setzt.

          Die fleißigen Tiere wissen sich jedoch zu wehren: Mit einem Zaubertrank lassen sie Lucas auf Ameisenformat schrumpfen. Die gutmütige Ameise Hova jedoch nimmt Lucas zur Seite und lehrt ihn Überlebenstechniken, die er auch in seinem wirklichen Leben bestens gebrauchen kann.

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