https://www.faz.net/-gqz-t0wv

Kinovorschau : Draculadiesel und Jungfrauenparfüm

  • Aktualisiert am

Martin entdeckt Rumänien: Dracula, die Karpaten und schrottreife Autos Bild: alpha medeinkontor

Ein junger Mann sucht in den Karpaten die Leiche seines Vaters - doch sie scheint verschwunden zu sein. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Jungfrauen wie Jessica Schwarz und Karoline Herfurth werden in „Das Parfum“ Opfer von Supernase Grenouille.

          Ein junger Mann sucht in den Karpaten die Leiche seines Vaters - doch sie scheint verschwunden zu sein. Außerdem von Donnerstag an im Kino: Jungfrauen wie Jessica Schwarz und Karoline Herfurth werden in „Das Parfum“ Opfer von Supernase Grenouille.

          Drum bun

          Komödie, Schweiz / Ungarn / Deutschland 2004.

          Psychopath mit Supernase: Die schönsten Mädchen müssen dran glauben

          „Drum bun“ heißt auf rumänisch „Gute Reise“. Ein Anruf stellt das Leben von Martin (Felix Theissen) auf den Kopf, als er erfährt, daß sein Vater in Rumänien gestorben ist. Er setzt sich sofort ins nächste Flugzeug Richtung Karpaten, um den Leichnam seines Vaters zurück nach Hause zu bringen. Doch die Reise läuft nicht wie geplant, sondern artet zum Höllentrip aus: Martin werden Handy und Papiere geklaut, er wird beim Autokauf betrogen, die Leiche des Vaters scheint verschwunden zu sein, und das chaotische Pärchen Agi (Krisztina Bírò) und Imi (Tibor Pálffy) bringt ihn an seine Grenzen - auch was Alkoholkonsum angeht. Regisseur Robert Ralston verfilmte und produzierte für sein Kinodebüt „Drum Bun“ sein eigenes Drehbuch.

          Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

          Thriller, Deutschland 2006.

          Regisseur Bernd Eichinger („Der Untergang“) hat sich gemeinsam mit Tom Tykwer („Lola rennt“) daran gewagt, „Das Parfum“, den Weltbestseller Patrick Süskinds mit einer Gesamtauflage von 15 Millionen Exemplaren, zu verfilmen. Es ist die Geschichte des Jean-Baptiste Grenouille (ohne den leisesten Anflug von Dämonie gespielt von Ben Whishaw), des Mädchenmörders, dem sich die Welt nicht durch die Augen, sondern durch die Nase erschließt.

          Im unvorstellbaren Schmutz und Gestank des 18. Jahrhunderts wird er geboren und steigt zum größten Parfumzauberer auf. Für seinen Meister Guiseppe Baldini (Dustin Hoffman) will Grenouille den perfekten Duft kreieren. Dabei wird er zum Serienmörder, denn um die Düfte von Jungfrauen (u.a. gespielt von Jessica Schwarz, Karoline Herfurth) einzufangen, müssen diese sterben. Auf der Suche nach Vollendung des Duftes verfolgt er die betörende Kaufmannstochter Laura (Rachel Hurd-Wood).

          Houwelandt - Ein Roman entsteht

          Porträt, Deutschland 2005.

          Vom Konzeptpapier über das Manuskript bis zum Leser. Regisseur Jörg Adolph dokumentiert am Beispiel des jüngsten Romans von John von Düffel detailliert, wie ein Roman entsteht. Mehr als 17 Monate lang begleitete er von Düffel, der vor acht Jahren mit seinem Debütroman „Vom Wasser“ einen Überraschungserfolg landete, beim Schaffensprozeß von „Houwelandt“.

          Eine kleine Videokamera nutzte von Düffel wie ein digitales Tagebuch und hielt Höhen und Tiefen seiner Arbeitsphasen rund um die Uhr fest. Adolphs Kamera ist außerdem bei den Sitzungen mit dem Lektor dabei, bei der Besprechung mit der Korrektorin, bei Diskussionsrunden zur Verkaufsstrategie, Händlerpräsentation, Lesereise und Vorstellung des Buches in New York.

          Jeder schweigt von etwas Anderem

          Dokumentarfilm, Deutschland 2006.

          Schätzungsweise 250.000 Bürger der DDR wurden aus fragwürdigen politischen Gründen verhaftet. Sie alle wurden durch die Bundesrepublik freigekauft. Ein Geschäft, das für den Staatsapparat der DDR höchst lukrativ war. Unbescholtene Bürger wurden oftmals wegen Nichtigkeiten inhaftiert, nur um sie gegen Geld auslösen und in den Westen abschieben zu können. Viele Familien wurden auf diese Weise zerrissen.

          Marc Bauder und Dörte Franke greifen in ihrem Dokumentarfilm „Jeder schweigt von etwas Anderem“ drei dieser Familienschicksale exemplarisch heraus. Selbst 16 Jahre nach der Wende wird deutlich, wie präsent die Ereignisse für alle Betroffenen noch heute sind.

          Die Erde von oben

          Dokumentarfilm, Frankreich 2004.

          Seit Yann Arthus-Bertrands Fotoband „Die Erde von oben“ vor sechs Jahren erschienen ist, wurde er weltweit mehr als drei Millionen Mal verkauft. Renaud Delourme bringt jetzt die filmische Version in die Kinos.

          Sieben Tage hat die Geschichte der Schöpfung gedauert, und in sieben Teilen zeigt der französische Fernsehjournalist und Dokumentarfilm-Verleger Delourme unsere Welt von oben.

          Weitere Themen

          Die verschleppte Schande

          FAZ Plus Artikel: Sexueller Missbrauch : Die verschleppte Schande

          Jahrelang vermittelte ein Berliner Jugendamt Kinder an einen pädokriminellen Pflegevater. Nun wollen zwei Betroffene das Land Berlin auf Schmerzensgeld verklagen. Doch Bezirk und Senatsverwaltung stellen sich quer.

          Topmeldungen

          Digitales Deutschland : Kein Techno-Nationalismus

          Macht sich Deutschland gerade zu sehr abhängig von ausländischen Internetunternehmen? Die Sorge in der Wirtschaft wächst – sie sollte nicht leichtfertig abgetan werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.