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Kinovorschau : Die armen Kleinen

  • Aktualisiert am

Traumatisierte Tochter: Dakota Fanning mit Robert De Niro in „Hide and Seek” Bild: dpa

Eine Psychiaterstochter erfindet einen Freund, ein Basketballtrainer ist streng, und vier Geschwister dürfen nicht raus. Aber nicht nur die Kinder haben ihre liebe Not in den Filmen, die in dieser Woche in die Kinos kommen.

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          Eine Psychiaterstochter erfindet einen Spielkameraden, der bedrohlich wird. Ein Basketballtrainer ist streng mit seinen Schützlingen. Ein junges Landei zieht nach Limerick. Vier japanische Geschwister trauen sich nicht vor die Tür. Und ein junger Kroate in Wien entdeckt, womit seine Mutter ihr Geld verdient. Aber nicht nur die Kinder haben ihre liebe Not in den Filmen, die an diesem Donnerstag in die deutschen Kinos kommen.

          Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken

          Thriller, Vereinigte Staaten 2005.

          Erzieht seine Spieler - Samuel L. Jackson als „Coach Carter”

          Nach dem Tod seiner Frau zieht der Psychiater David Callaway (Robert De Niro) mit seiner Tochter Emily (Dakota Fanning) in einen abgelegenen Ferienort. Emily kann den Tod ihrer Mutter nicht verkraften und erfindet einen imaginären Freund namens Charlie, mit dem sie Verstecken spielt. Doch die Erfindung hat unerwartete und beängstigende Folgen. Charlie gewinnt zunehmend Einfluß auf das kleine Mädchen. Mit Effekten, wie man sie auch in Filmen wie „The Sixth Sense“ oder „Schatten der Wahrheit“ findet, läßt Regisseur John Polson die Spannung in dem klassisch-klischeehaften Psychohorrorfilm immer weiter ansteigen.

          Coach Carter

          Drama, Vereinigte Staaten 2005.

          Ken Carter (Samuel L. Jackson) kommt in seinen heruntergekommenen Heimatort zurück und wird Basketballtrainer an seiner alten Schule. Carter stellt den Trainingsbetrieb ein und suspendiert seine Sportcracks trotz guter Chancen im Titelkampf, weil ihre schulischen Leistungen zu wünschen übrig lassen. Weil er einen Notenmindestdurchschnitt für die Spieler einführt, zieht sich der Trainer den Zorn der Schulleitung und der Eltern zu. Die Schüler jedoch übernehmen nun ehrgeizig Verantwortung und stellen sich hinter ihn.

          „Coach Carter“, dessen Regisseur Thomas Carter auch „Save The Last Dance“ gedreht hat, basiert auf einer wahren Geschichte. Von einer texanischen Kleinstadt hat er das Geschehen ins kalifornische Richmond verlegt, in der die Schul- und Sozialstatistiken nicht weniger deprimierend sind.

          Being Julia

          Tragikomödie, Kanada / Großbritannien / Ungarn / Vereinigte Staaten 2004.

          Julia Lambert (Annette Bening), der Star der Londoner Theaterwelt in den dreißiger Jahren, ist mit dem erfolgreichen Theateragenten Michael Gosselyn (Jeremy Irons) verheiratet. Doch die Leidenschaft für Ehe und Beruf ist erloschen. Eine Affäre mit dem jungen Amerikaner Tom Fennel (Shaun Evans) entpuppt sich als Enttäuschung. Tom verläßt sie für das aufstrebende Starlet Avice, das er auch noch in Julias neuem Stück unterzubringen versucht. Zum Schein protegiert Julia die junge Kollegin. Insgeheim jedoch sinnt sie auf Rache.

          Der ungarische Regisseur István Szabó, der mit „Mephisto“ seinen wohl berühmtesten Film drehte und für ernste, politische Dramenstoffe bekannt ist, wechselt mit „Being Julia“ das Genre. Die Hauptdarstellerin Annette Bening wurde für ihre Rolle für den Oscar nominiert.

          Cowboys and Angels

          Drama, Großbritannien / Irland / Deutschland 2003.

          Landei Shane hat in der irischen Stadt Limerick City einen langweiligen Job und keine Freundin. Sein tristes Leben ändert sich schlagartig, als er mit Vincent, einem schwulen Modestudenten, zusammenzieht. Trotz ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten entwickelt sich eine tiefe und berührende Freundschaft. Doch die wird ein ums andere Mal auf eine harte Probe gestellt.

          Der irische Regisseur David Gleeson erzählt von der Orientierungslosigkeit eines jungen Mannes und seiner Suche nach Identität.

          Hotel Ruanda

          Drama, Südafrika / Großbritannien / Italien 2004.

          Im April vor elf Jahren begann im zentralafrikanischen Ruanda der Völkermord an der ethnischen Minderheit der Tutsi. Innerhalb von drei Monaten wurde beinahe eine Million Menschen ermordet. Der Film "Hotel Ruanda" erzählt von ihrem Schicksal.

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