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Kinovorschau : Beethoven, Ballett und türkische Straßenmusiker

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Krieger des antiken Griechenlands ziehen in der Comicverfilmung „300” in den Krieg Bild: picture-alliance/ dpa

Morgan Freeman überrascht als entflohener Sträfling zwei Camper und Hilary Swank will als Lehrerin die überraschten Schüler für Literatur begeistern. Außerdem von Donnerstag an im Kino: die historische Schlacht an den Thermopylen im antiken Griechenland.

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          Morgan Freeman überrascht als entflohener Sträfling John Cusack, der als Vater zu seinem Sohn finden will. Hilary Swank will als Lehrerin die überraschten Schüler bändigen und für Literatur begeistern. Außerdem von Donnerstag an im Kino: die unerbittliche Filmversion der historischen Schlacht an den Thermopylen im antiken Griechenland.

          300

          Action, Vereinigte Staaten 2007

          Die neue Lehrerin Erin (Hilary Swank) will in „Freedom Writers” ihre Schüler bändigen

          Zwei Jahre nach „Sin City“ kommt eine weitere Verfilmung in die Kinos, die auf einem Comic-Roman von Frank Miller beruht. Im antiken Griechenland zieht König Leonidas (Gerard Butler) mit 300 Spartanern in den Krieg gegen das übermächtige Heer von Perserkönig Xerxes (Rodrigo Santoro). Leonidas ist sich über die Ausweglosigkeit dieses Kommandos im Klaren, doch letztlich entscheidet Verrat die Schlacht für die Perser. Regisseur Zack Snyder hat für die Kampfszenen in seinem Film „300“ einen erstaunlichen Kunstgriff gefunden: Er bremst die virtuos choreographierte Metzelei immer wieder auf Zeitlupentempo herunter, ehe er dann wieder auf extreme Geschwindigkeit beschleunigt. Die Zeit wird gedehnt und gerafft, und auf den Höhepunkten der Dehnung werden die Bewegungen fast eingefroren. Das ist eine kongeniale Annährung des Films an das Erzählprinzip des Comics, ohne dass man sich auf der Leinwand ganz auf die Präsentation von Standbildern beschränken müsste.
          (Siehe auch: )

          Freedom Writers

          Drama, Vereinigte Staaten 2006

          Die meisten Lehrer der Wilson High School in Long Beach haben ihre Ideale längst begraben. Dort haben sie es mit Schülern zu tun, die aus diversen Gettos stammen, sich gegenseitig bekämpfen und vor nichts Respekt haben. Doch die neue Lehrerin Erin (Hilary Swank) will nicht kapitulieren. Voller Idealismus und mit ungewöhnlichen Methoden will sie es schaffen, die Schüler zu bändigen und ihr Interesse an Literatur zu wecken.

          Der Film droht leider gelegentlich in seinem Idealismus zu ertrinken. Und die Gleichsetzung von Nazi-Verfolgung und zeitgenössischer amerikanischer Ghetto-Erfahrung mag didaktisch wirksam sein, ist aber für historisch sensible Gemüter schwer verdaulich.
          (Siehe auch: Die Engagierte)

          The Contract

          Thriller, Deutschland, Vereinigte Staaten 2006

          Bei einer Campingtour in der unberührten Wildnis der Wälder um Washington möchte Ray (John Cusack) nach dem Tod seiner Frau wieder zu seinem Sohn Chris (Jamie Anderson) finden. Doch als sie einen Mann aus dem Fluss ziehen, wird aus der geplanten Zweisamkeit ein gefährliches Spiel zu dritt.

          Carden (Morgan Freeman) entpuppt sich als entflohener Sträfling. Ray will Carden der Polizei ausliefern; sein Sohn weigert sich zunächst, dabei mitzumachen. Dann geraten beide ins Visier von Cardens Leuten, die ihren Boss befreien wollen - und das FBI ist wiederum Carden auf den Fersen.

          Klang der Stille

          Drama, Vereinigte Staaten 2006

          In dem Film von Agnieszka Holland über das letzte Lebensjahr des bereits tauben Komponisten Ludwig van Beethoven ist neben diesem die junge Komponistin Anna (Diane Kruger) die wichtigste Figur. Sie möchte unbedingt für den Meister arbeiten und erhofft sich zudem eine eigene Karriere als Komponistin.

          Mit Disziplin und Durchhaltevermögen erobert sie sich langsam den Respekt und schließlich sogar die Zuneigung ihres Arbeitgebers. Ed Harris spielt den rücksichtslosen Egomanen, der auch seine verletzbare Seite zeigen kann. Die Musik Beethovens begleitet den Zuschauer durch den Film bis zum Ende mit der neunten Sinfonie.

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